30. September 2017
Weiterflug und Ankunft klappen unspektakulär, Einreiseformalitäten sind schnell erledigt (Visum haben wir von zu Hause aus schon besorgt und keiner hat sich so richtig dafür interessiert. Hätten wir uns das Geld sparen können? Das nächste mal machen wir das nicht vorher). In der Ankunftshalle steht ein Mann mit einem Schild „Petra Kind“ (er wird sechs Stunden später mit demselben Schild die Familie meines Bruders empfangen) Der Weg bis zur Ankunftshalle ist gesäumt mit Läden, hauptsächlich für Elekronik und Maschinen. Also falls wir unseren Rasenmäher vergessen hätten, wäre jetzt noch eine gute Gelegenheit, einen zu erwerben oder eine Waschmaschine, Fritteuse, Reiskocher oder eine Mangelmaschine.
Wir verlassen das Gebäude und rennen gegen eine Wand aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, wir freuen uns! Ab in die Autos und auf zum Guesthouse. Die Fahrt durch das Verkehrsgewusel klappt gut, es sieht aus, wie fast überall in Asien. Hütten und Verkaufsstände am Straßenrand, komplette Familien auf Rollern und Kühe, die einfach so im Weg rumstehen. Im Guesthouse werden wir mit einem Willkommensgetränk empfangen, welches so süß ist, dass es nicht einmal Bela schmeckt. Die Zimmer sind wunderschön, ebenso der Garten mit Baumhaus, Basketballplatz, Pool und Badmintonfeld. Die Mitarbeiter sind sehr nett.
Wir trinken erstmal ein Ankommensbier, poolen, machen Mittagsschläfchen und warten auf Chrissie und Co. Sie kommen am frühen Abend und die Freude ist groß. Wir bestellen Essen, haben noch einen schönen Abend und gehen alle früh ins Bett.
1.Oktober 2017
Wir stehen früh auf, ich habe eine Überraschungstour für alle gebucht. Wir sollen um 9 Uhr abgeholt werden. Frühstück haben wir für 7:30 Uhr bestellt. Auf dem Weg zum Frühstücksfamilientisch gratulieren mir sämtliche Mitarbeiter und der Chef persönlich zum Geburtstag und freuen sich mehr als ich mich. Als ich am Tisch sitze, neben mir meine beiden Neffen, kommt noch Ravi und fragt leise „who is Pedo?“ zeigt einmal fragend auf Levi, gratuliert ihm, wird korrigiert und gratuliert dann mir. Dann zeigt er auf meine Neffen und fragt irgendwas. Keiner versteht ihn, wir nicken und so gratuliert er auch den beiden herzlich zum Geburtstag. Es folgt der Chef mit einer Geburtstagstorte, die Mike für mich bestellt hat. Wir bestellen Kaffee und Tee. Das Frühstück kommt um 8:15 Uhr, der Fahrer hingegen steht bereits um 8:45 Uhr mit einem Bus vor dem Tor. Da hier Kaffee und Tee, warum auch immer, nach dem Frühstück serviert werden, können wir von unserem Frühstücksplatz aus sehen, wie der Fahrer den Bus durch das Tor in den Garten reinoperiert. Abfahrt. Linksverkehr. Mein Bruder fragt den Guide, Asiri, auf dem Beifahrersitz, etwas und er dreht sich rum und antwortet ausführlich. Meine Schwägerin wird unruhig. Chrissie soll ihn nicht ablenken und ihn Sachen fragen. Ich frage warum. Sie sagt, er dreht sich rum und guckt beim Fahren nicht nach vorne. Ich sag, dass er das auch nicht braucht, denn der Fahrer fährt 😉
Wir machen heute eine Tour mit dem Boot durch den Dutch Canal und die Mangroven. Wir sehen einige Tiere zB. Varane, diverse Vögel (wie Eisvogel, Cormoran und Seeadler) ein Babykrokodil und halten dann in einer „Nische“, wo es den nächsten Kuchen gibt. Als Überraschung für meinen Geburtstag. Mit Rosen drauf und „Happy Birthday Pedo Kind“, gut, dass ich nicht Sabine-Christiane Leutheuser-Schnarrenberger heiße…Ich freue mich total und gebe den Kuchen beim Picknick auf dem Boot zum Schlachten frei.
Am Abend veranstaltet das Guesthouse ein pompöses BBQ für meinen Geburtstag, mein Bruder, der Profigrillmeister, fühlte sich sofort auf den Plan gerufen und nahm den Grillmann in Beschlag, versorgte ihn mit Tipps und Ideen, so lange, bis dieser genervt die Augen verdrehte 😉 Nach diversen Ständchen, Gratulationen, ausreichend Kuchen und einem tollen BBQ ging der Tag mit einem Sprung in den Pool zu Ende. Morgen früh werden wir wieder um 9 Uhr abgeholt, ich überlege kurz, ob wir das Frühstück sicherheitshalber um 7:00 Uhr bestellen, damit wir pünktlich los kommen…hätte ich mal…
2.Oktober 2017
Okay, das für 7:30 bestellte Frühstück kommt um 8:20 Uhr, Kaffee und Fahrer kommen um 8:45 Uhr zusammen. Wir kippen uns das heiße Zeug rasch in die Köpfe und holen unsere Sachen. Koffer und Kinder und so weiter. Ab heute haben wir einen ziemlich großen Bus, wegen unseres Gepäckes. Dieser Bus ist ein VIP Bus und hat alles: Wifi, Gefriertruhe für kaltes Bier, DVD für Bollywoodfilme und Karaoke! Mit Verbrennungen an Gaumen und Zunge steigen wir ein und starten in Richtung Inselmitte. Das Hotel haben wir in Dambulla. Die Fahrt vergeht rasch, wir sehen sehr viel, auch Unfälle… Wir stoppen auf einem local market und gehen ordentlich shoppen (getrockneten Fisch, Knabberspeck und diverse andere Köstlichkeiten). Gerade 45 Jahre alt geworden, werde ich doch tatsächlich mit „Hey Baby“ angesprochen. Mike guckt komisch, mich amüsiert es! Es gibt auch frischen Fisch. Wie auf asiatischen Märkten üblich, wird hier auf die Kühlkette komplett verzichtet, dann brauch man sie auch nicht einhalten. Entsprechend riecht es. Ich möchte geschnittene Ananas, da es das nicht gibt, wird einfach ein Messer vom Nachbarstand genommen, meine Ananas präpariert, das Messer mit einer Zeitung abgewischt und wieder zurück in die Auslage gepackt. So einfach geht das hier. Kostet aber dafür auch 23 Cent mehr.
Wir checken ein, dürfen uns kurz frisch machen und es geht schon gleich wieder los. Diesmal in Jeeps zur Safari in den Kaudulla Nationalpark. Tiere gucken. Hauptsächlich Elefanten. Wir fahren mit dem Bus zur Jeepstation und steigen um, nachdem alle nochmal die reizende Toilette aufsuchen konnten. Diese war so reizend, dass die komplette männliche Front im Kollektiv lieber einen Platz am Gebüsch aufsuchte… Die Jeepfahrer holen alles aus den Kisten raus, wir müssen noch ein Stück Straße fahren, bis wir im Park ankommen. Anschnallen geht nicht so richtig, da keiner von uns besonders gläubig ist, kann man nicht mal sagen, da hilft nur noch beten….Also Augen zu und durch! Beim Parkeingang streikt der Jeep von Christoph und Familie, sofort stehen 15 Männer über der Motorhaube gebeugt beim Fachsimpeln. Ein lustiges Bild…Sie schieben den Jeep an, komplett beladen und es funktioniert irgendwann. Die Dächer werden geöffnet, wir dürfen auf der Fahrt stehen und gucken. Sollen aber auf Äste aufpassen, das klappt, aber nicht immer 😉
Als erstes sehen wir ein faules Krokodil auf einem Stamm im Wasser liegen, gefolgt von einem Chamäleon, welches nur sehr schwer auf einem trockenen Ast zu finden ist. Wir fahren unter einem Baum voller Affen durch, sehen ein riesengroßes Hornissennest und das eines Webervogels. Es gibt Pfauen, Eisvögel und Cormorane. Was es außerdem gibt, sind etwa 15 andere Jeeps mit lautjolenden und lustig verkleideten Chinesen auf Safari, fast spannender als die Tiere. Wir nähern uns einem See, an dessen Ufer etwa 100 Elefanten gemütlich grasen. Wir sind sprachlos. Es ist total faszinierend zu beobachten. Was für eine Ruhe diese Tiere ausstrahlen, ist unglaublich. So lange, bis die gröhlenden Chinesen ankommen und der Idylle ein Ende bereiten. Ein Elefant versucht sogar , ihren Jeep anzugreifen, da gackern sie noch lauter… Wir genießen die Tiere und machen schöne Bilder, auch von den durchgeknallten Asiaten, uns graut ein bisschen vor unserem bevorstehenden Japanaufenthalt 😉
Es gibt einige Babies und schwangere Elenfantenkühe. Sie fressen. Wir bleiben ziemlich lange und können sie beobachten. So lange, dass wir in den Jeeps zurückdüsen müssen, weil der Park die Tore schließt.
Ein schönes Erlebnis war das!
Wir haben Büffett im Hotelrestaurant und hüpfen danach noch in den großen Pool. Das Essen ist ganz gut, es ist für jeden etwas dabei, hat aber auch Hotelpreise und wir beschließen, dass das für uns so nicht funktioniert, wenn wir bis Ende März wegbleiben möchten.
3. Oktober 2017
Wir treffen uns alle beim Frühstück. Heute ist ein Ausflug in die Stadt Polonnaruwa geplant. Eine alte Ruinenstadt, die früher mal Hauptstadt gewesen ist. Ich klinke mich aus, brauche eine Pause, weil die letzten Wochen vor der Reise sehr anstrengend für mich waren. Bela schließt sich mir an und Levi fühlt sich nicht. Hat sich also erledigt mit dem gechillten Tag. Wir ziehen um 9 Uhr an den Pool um und bleiben da bis abends. Ich mache eine Trainigseinheit, Bela planscht und Levi erholt sich. Ein schöner Tag trotz unerwarteter Gesellschaft! Natürlich bekommen wir ausführliche Berichterstattung über den Tag. Es wurden Fahrräder gemietet und ein Affe hat sich auf das Körbchen gesetzt. Die Stadt soll sehr schön gewesen sein, aber wie alles hier natürlich voll und der Eintritt war mit 25 USD pro Person kein Schnäppchen. Es ist ziemlich weitläufig, deshalb die Räder. Der Bus fuhr allerdings vorneweg 😉 Es gibt dort unglaublich viele fliegende Händler, die allen möglichen Kitsch anbieten. Handeln ist Pflicht (z.B. für eine Cola 300 Rupis verlangt und 120 bezahlt). Es war unglaublich heiß, mind. 35 Grad und gerade auf dem Radweg gab es keinen Schatten. Für den Tempelbesuch mussten natürlich die Schuhe ausgezogen werden. Die Steine waren so heiß, dass sich alles die Füsse verbrannt haben. Auf dem Rückweg gab es Sri Lanka Lunch. Wohl sehr lecker, aber auch für mehrere Busse ausgerichtet und deshalb nicht sehr authentisch.
Abends mieten wir zwei Tuktuks und gehen an die Hauptstrasse, um authentisch zu essen. Wir werden bestaunt, aber sehr freundlich aufgenommen. Es gibt allerlei gebratene Nudeln und Reis, alles ein bisschen scharf. Bier gibt es nicht, Cola gibt es nicht kalt, Sprite auch nicht kalt, aber wir sind ja flexibel. Als wir nach der Toilette fragen, werden alle nervös und verschwinden mit einer riesengroßen Lampe im Garten. Dann dürfen wir. Auch mit der Lampe. Wir finden eine Art Plumpsklo, Azul kennt das noch nicht, ich suche nach Schlangen, Bela macht zum Spaß die Lampe immer wieder aus und findet das lustig. Aber auch das klappt! Wir sind zu sechst, essen gut, bezahlen 9,17 Euro, nehmen noch zwei Roti (eine Mischung aus Brot und Pfannkuchen mit) und werden wieder zurück gebracht.
4.Oktober
Levi ist krank. Das übliche, was man in Asien halt so hat. Er kann sich nicht bewegen. Er bleibt im Hotel und bekommt „local medicine, good for vomiting“, wobei…ganz ehrlich…eine Mischung aus Zitronensaft und Sojasauce und was sie noch so gefunden haben…also wem bis dahin nicht übel ist, der übergibt sich spätestens nach dem Genuß dieser Köstlichkeit… aber ist ja auch gut „for vomiting“…Wir gehen zum Frühstück. Früh wollen wir los. Nach Sigiriya und zu den Wolkenmädchen.
Sigiriya ist ein etwa 200 Meter hoher Monolith (Magmablock) auf dem sich die Ruinen (nur noch die Grundmauern sind erhalten, der Rest des Gebäudes war aus Holz gebaut) einer historischen Felsenfestung (Palast) befinden. Seit 1982 Unesco Weltkulturerbe. Ursprünglich begann man früher den letzten Teil des Aufstieges durch das Maul eines riesigen Löwenkopfes, von dem sogenannten Löwentor sind heute nur noch die Tatzen übrig.
Die Wolkenmädchen sind Fresken, die auf halber Höhe angefertigt wurden. Man erreicht sie über eine steile Wendeltreppe, es gilt strenges Fotografierverbot. Es sollten wohl mal 500 dieser Fresken gewesen sein, wovon nur noch 22 übrig sind.
Früh der unbarmherzigen Sonne und auch der unbarmherzigen japanischen und chinesischen Touristen wegen. Wir werden auch heute wieder nicht enttäuscht. Von Designer bis schratig ist wieder alles dabei. Lange, schicke Kleider, gerne auch in weiß. Auch das Schuhwerk passend oder auch nicht. Man kann auch Turnschuhe zu Kleidern tragen. Ein absolutes Rätsel ist mir jedoch, wie man mit Pumps so eine Wanderung über Treppen und unebene Wegen starten kann. Es wird wahrscheinlich entweder ein ewiges Rätsel bleiben oder ich werde nach unserem Japanaufenthalt schlauer sein und auch in Lackschühchen statt in Trekkingschuhen losziehen. Wir müssen nicht lange fahren, kaufen Tickets, wieder 30 USD pro Person, Kinder die Hälfte, ein echtes Schnäppchen also. Ja, diese Stätte will erhalten werden. Ist Unesco geschützt. Ich verstehe das. Mache mir nur langsam Sorgen um unser Budget. Wir ziehen los. Leider etwas zu spät. Die Versorgung von Levi hat uns etwas zurückgeschmissen. Dafür sehen wir viele …..okay, ich lass das jetzt. Eine große parkähnliche Anlage liegt vor dem Monilithen. Ausgrabungen und Ruinen sind zu bestaunen. Es ist schon ziemlich heiß. Die Sonne knallt vom Himmel. Auch hier versuchen wieder zahlreiche Verkäufer ihren Krempel loszuwerden. Bei Nichtinteresse laufen sie einfach mit und je weiter man sich von ihrem Platz entfernt, umso niedriger wird der Preis. Von ganz alleine. Ohne Handeln. Verrückt.
Es kommen die ersten Stufen, zum Glück auf der Schattenseite mit Wind. Es ist schon ganz schön anstrengend. Die Kinder machen prima mit. Die Chinesinnen auch, trotz Läckschühchen 😉 Je höher wir kommen, umso schöner wird der Ausblick. Es wird allerdings auch immer heißer. Die Wolkenmädchenzeichnungen dürfen wir leider nicht fotografieren. Sie sind wirklich sehr schön und gut erhalten, bzw. in den 70ern restauriert. Es wurden wohl die Brüsten geliftet… Zwischendurch wird immer wieder vor angriffslustigen Hornissen gewarnt. Es gibt zwei sehr große Nester. Ein paar Hornissen sehen wir, sie haben aber kein Interesse an uns. Meiner Schwägerin wird vom Wind der Fächer aus der Hand geweht, von der Treppe runter auf ein steiles Stück Fels. Mein Neffe weint, mein Bruder schaut ratlos, während unten bereits der Retter zu klettern anfängt. Er kann ihn holen und kommt meinem Bruder stolz entgegen. Christoph möchte ihm natürlich eine Belohnung geben und holt 150 Rupees aus der Tasche. Der Retter guckt blöd und sagt: „No, Mister. 1000!“ Sie diskutieren eine Weile, mein Bruder erhöht auf 250, er ist ja wirklich froh. Nein, auch das will er nicht. Dann lieber gar nichts, er bräuchte das Geld auch gar nicht. Komisch… Wir haben also den Fächer zurück und Geld gespart und klettern weiter. Auf dem Plateau vor den überdimensionalen Löwentatzen knallt die Sonne erbarmungslos. Wir teilen uns auf. Die Erwachsenen klettern weiter und die Kinder steigen wieder ab. So begeben wir uns also Richtung bergab. Ein fremder Guide streicht meiner Nichte über den Kopf, wofür er sich eine fängt. Sie möchte das einfach nicht. Konsequent…mit 4 Jahren! Ich bin stolz. Dieser Guide hat es aber auch nicht leicht…Er drängt seine Kundschaft an, weil er es offensichtlich eilig hat oder die Nase voll. Ein beleibter Mann schafft es an mir vorbei zu überholen. Der Guide drängt weiter…Ich drehe mich rum, sehe, wie sich eine dicke Frau die Treppen runtequält und muss schmunzeln. Sage zu den Kindern: „Er hat es aber auch nicht leicht mit der Madame“ Da grinst die Madame und sagt zu mir: „Stimmt“ Ups…sowas passiert aber auch nur mir, zum Glück war ich zurückhaltend mit meiner Äußerung…sie sah auf keinen Fall deutsch aus…Naja, wenigstens nahm sie es mit Humor.
Wir kommen wieder an unzähligen Verkäufern von Nippes vorbei, kaufen ein paar Elefanten und sagen dem Schlangenbeschwörer, es soll seine Kobra dort lassen, wo sie gerade ist. Im Korb!
Wir treffen alle zusammen auf dem Parkplatz ein und holen Levi aus dem Hotel. Weiter geht es in unserem lustigen Reisebus nach Kandy. Eine ziemlich große und wuselige Stadt, wir wohnen zum Glück etwas außerhalb. Die Tanzveranstaltung sagen wir nach dem Studium der Tripadvisor Rezensionen ab. Dafür hüpfen wir in den kalten Pool und trinken kaltes Bier, das ist viel besser. Das Programm wäre sonst viel zu stramm, gerade auch für die Kinder. Am Abend brechen wir auf, um den Zahntempel zu besichtigen. Wir kaufen Lotusblüten für Buddha und werden durchsucht. Im Tempel ist gerade Zeremonie. Es ist brechend voll und ziemlich laut. Es wird getrommelt und geflötet. Das Tempelgelände ist recht groß, wir geben unsere Schuhe ab und stürzen uns ins goldene Tor. Es ist wunderschön, auch die Atmosphäre ist einzigartig. Wie ernst die das alles nehmen….Jeder, der noch mehr oder weniger funktionstüchtige Beine hat, ist da. Lange stehen sie an, die beten wollen. Wir sind in der Nichtbetbahn und dürfen durch ohne zu warten, Ich werde meine Blumen los, sende Grüße an alle und auch an Buddha und Bela bekommt von einem zahnlosen netten Mann weitere Blumen geschenkt. Der ganze Altar ist proppevoll mit Blumen. Es riecht herrlich. Hell erleuchtet mit Kerzen und Mondlicht entsteht ein einzigartiges Licht. Wir werden vom Bus wieder abgeholt und fahren ins Hotel. Dort haben wir uns zum Abendbüffett angemeldet. Hier nun wieder ziemlich irdisch alles…Vier Touristen aus Russland laden sich den Teller voll, probieren und schieben ihn angewidert in Richtung Tischmitte. Nehmen sich die Desertananas und Melone direkt mit der Platte vom Büffett und verschwinden, nicht ohne dem Personal nochmal abfällig die Bestellung für die Getränke entgegen zu rotzen. Ich bin entsetzt. Die anderen, die es mitbekommen, ebenso. Naja, wie war das mit dem Karma? Meine Schwägerin hat ja verstanden, was sie gesagt haben und erklärt, sie gehen jetzt an den Tisch neben dem Pool…so sitzen sie direkt, aber sowas von direkt, neben dem Pool an dem einzigen Tisch, schick mit Kleid, geschminkt und die Haare gestylt, als die Kinder fragen, ob sie baden dürfen….Steilvorlage…natürlich dürfen sie…Anregung unsererseits: wer macht die größte Arschbombe? Sie erfinden noch das Tsunamispiel, dabei schwappt ziemlich viel Wasser über den Beckenrand. Die Gesichter der anderen Gäste sind ein Spektakel. Ich bin sehr stolz auf die Kids!!!
5.Oktober
Wir wachen früh auf, Bela geht los, um die anderen zum Frühstück zu wecken. Wir diskutieren ein wenig und Bela verlässt schmollend das Zimmer. Als wir rausgehen, sehen wir, das sowohl Mikes rechter Wanderschuh, als auch sein rechter Laufschuh fehlen. Wir vermuten einen Scherz von Bela, weil er ja geschmollt hat. Aber: er war es nicht! Wo sind also die Schuhe? Affen gibt es hier nicht. Aber Hunde…Der Hotelbesitzer hilft uns suchen. Er findet einen Schuh nebenan auf einem zugewachsenen Grundstück und den Wanderschuh ziemlich angekaut auf der Straße. Wir freuen uns, weil es schwierig gewesen wäre mit dieser Konstellation Schuhe. Ab jetzt wird nichts mehr draußen gelüftet, auch, wenn es riecht, wie bei keinem anderen. Wir frühstücken auf dem gemütlichen Balkon des River Villa Hotels und brechen auf nach Kandy. Heute wollen wir den Botanical Garden unsicher machen. Es ist wunderschön. Dieser botanische Garten hat seine Wurzeln im 14. Jahrhundert, wurde erweitert, vernachlässigt, erweitert, zerstört und gehört mittlerweile zu den „must see“ in Sri Lanka.

Er ist wunderschön angelegt, man darf überall auch auf den Rasen, die Kinder dürfen toben, genauso wie die Äffchen, die hier rumpesen. Es gibt Veranstaltungen für Schulklassen mit ca 50 Kindern in Uniformen, sowie Teambuilding Maßnahmen für Arbeitnehmer. Oft hören wir Applaus, meistens stehen alle in einem großen Kreis. Ich vergesse mich im Orchideenhaus, obwohl es gar nicht so groß ist.
Wir fahren weiter nach Nurawa Eliyah. Ein Ort im Hochland. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch weitläufige Teefelder. Wunderschön an den Berghängen gelegen. Viele von ihnen, bzw die dazugehörigen Fabriken haben englische, schottische oder auch niederländische Namen. Wir besichtigen eine Fabrik namens Glenloch. Als erstes muss ich schnell auf die Toilette. Ich stehe also an der Damentoilette an, als eine Dame -ich vermute aus Korea- in das Toilettengebäude reinrennt und ohne zu gucken in die Herrentoilette abbiegt. Schmunzelnd warte ich und werde nicht enttäuscht. Es dauert ca 45 Sekunden, dann kommt erst der Schrei, dann ein Herr und schließlich die völlig verwirrte, immer noch schreiende Koreanerin aus der Herrentoilette raus. Wir bekommen eine Führung auf deutsch und verstehen nicht so viel. Wir sehen die Trocknungsmaschinen mit großen Ventilatoren, Sortiermaschinen und Frauen bei der Arbeit an diesen Maschinen. Als wir unsere Führerin etwas auf deutsch fragen wollen, wird schnell klar, dass sie den kompleten Text einfach auswendig gelernt hat und selbst kein Wort deutsch versteht.
Es ist trotzdem interessant, auch für die Kinder. Wir lernen zum Beispiel, grüner Tee aus dieser Plantage sei gut gegen Diabetes und Ätzkrankheit. Keiner weiß, was das ist, keiner möchte fragen. Auf einer Terrasse bekommen wir BOPF (broken orange pekoe fannings) zum Testen. Sehr lecker, dazu bestellen wir Brownies. Wohl auch lecker, ich habe keins probiert. Wir gehen durch den Laden und packen uns die Einkaufskörbe voll. Bis wir durch eine Tür gucken und viele Kartons aus Hongkong, China und sogar Deutschland sehen, in denen eindeutig Tee transportiert wurde. Wir verlieren den Glauben daran, hiesigen Tee im Korb zu haben und packen wieder aus. Zumal wir auch so merkwürdige Antworten bekommen auf unsere Nachfragen. Die Asiaten stört das nicht, sie bezahlen Hunderte Dollar und kaufen mehr, als sie tragen können. Vielleicht haben einige von ihnen die Ätzkrankheit…
Wir stoppen an den Ramboda Waterfalls. Weil die dortigen Guides uns einen kleinen Fussmarsch bergab wohl nicht zutrauen, werden wir alle 11 in einen kleinen Minibus gequetscht und mit Achterbahnfeeling das kurze Stück eine megasteile Strasse runtergefahren. Wir verlassen uns einfach auf die Bremsen dieses altersschwachen Wagens.
Wir gehen durch ein Hotel, fahren in einem Panoramaaufzug hinunter und ein paar Stufen weiter kommen wir an eine Badestelle. Die Kinder sind begeistert. Die Steine sind glatt, das Wasser sehr kalt und so kam eins zum anderen….bis einer fiel…zum Glück nicht schlimm. Es gibt sogar eine natürliche Dusche. Es ist wirklich sehr erfrischend. Nach einer Stunde fahren wir weiter Richtung Hotel.
Der Ort Nuwara Eliyah wird auch little England genannt. Manches erinnert hier tatsächlich daran. Unser Hotel ist etwas außerhalb auf einem Berg. Es ist wirklich kalt, so kalt, dass das Bettzeug klamm ist und wir uns wärmer anziehen müssen. Wir gehen Tuktuks suchen und fahren in die Stadt.
Wir stürzen uns ins Getümmel und finden ein Lokal, in dem viele Einheimische zum Essen sitzen. Prima. Wir essen wieder sehr lecker und günstig, auch wenn die Auswahl heute schwer fällt. Es ist Vollmond, das ist immer Feiertag. D.h. viele Dinge, die auf der Karte stehen, gibt es heute nicht. So auch Bier. Das gibt es an Vollmond im ganzen Land nicht zu kaufen, auch nicht in den Shops. Die sind hier übrigens mit Gittern geschützt. Im Supermarkt gibt es den Alkohol in einer eigenen Abteilung mit separaten Eingang, einem Kassierer, einem Einpacker, einem Berater und zwei Sicherheitsmännern. Nach dem Essen gehen wir mit den Kindern Geschäfte anschauen, es dauert nicht lange und sie bekommen eine hoffnungsvolle Vorführung eines Polizeiquads aus häßlichem Plastik, was schreckliche Geräusche macht. Es steht direkt über den Glitzerschühchen, gefährlich, wenn eine 4 Jährige kleine Lady dabei ist…
Wir verschwinden früh im Bett, morgen müssen ein paar von uns um 4:30 Uhr aus den Federn. Wir gehen wandern
6. Oktober
Zu sechst warten wir um kurz vor 5 auf unseren Shuttle zu den Horton Plains, dem Ende der Welt und dem kleinen Ende der Welt. Es ist schweinekalt und total nebelig. Wir brauchen eine Stunde bis zum Eingang des Nationalparks. Ich bekomme Anweisung, welche Tickets ich holen soll und werde losgeschickt….nur, weil ich vorne gesessen habe. Ich stelle mich in die Schlange. Es ist kurz nach 6 Uhr, es ist schon ganz schön voll, so wie sich auf der Zufahrtstrasse die Autos gestapelt haben, stehen jetzt hier Menschen, die schon alleine an ihrer Aufmachung schnell zuzuordnen sind. Kleidchen und Lackschühchen aus China, Vaude und Schöffel aus USA, Kanada oder Deutschland. Ich schöffel mich dazu (das alles ohne Kaffee übrigens, wir hatten jeder ein Frühstückspaket mit Toast ohne Rand, aber mit salziger Butter, Schokoriegel, undefinierbare Wurst in Plastikfolie, Banane in Plastikfolie und ein gekochtes Ei in Plastikfolie, beides noch nicht geschält, da frage ich mich, warum das dann in Plastikfolie gepackt wird. Das Ei roch komisch, war aber nicht schlimm, es war sicherheitshalber 20 Minuten länger gekocht…) Es ist total kalt, ab und zu kommt immer mal so ein Nebelwind auf die Plattform. Zum Glück habe ich nicht nur Vaude, sondern auch Engelbert Strauss, der mich warm hält 😉 Ich bin dran, hole Tickets und renne zum Auto, als ob der Teufel hinter mir her ist, springe rein und es geht los. Wir fahren noch ein ganzes Stück, bis wir auf dem Parkplatz ankommen. Ich musste für den Fahrer auch Eintritt bezahlen, obwohl er auf dem Parkplatz wartet. Wir müssen die Label von unseren Wasserflaschen abpiepeln, Plastik ist verboten. Gut, dass wir die Frühstücke schon gegessen haben, die mit dem ganzen Plastik. Es werden tatsächlich die Rucksäcke kontrolliert. Zigaretten und Feuer ist auch verboten, meine Schwägerin packt es sich in ihre Kaputze, so clever ist niemand. Die Asiaten bekommen ihre Plastiktüten abgenommen und die in Plastik eingepackten Schokoriegel werden in Papiertüten umgepackt. Später sehen wir dann die Snickersfolien im Gebüsch…Soviel dazu. Ein kurzer Besuch auf der einzigen Toilette, wird von Azul mit lautem Würgen gewürdigt. Es ist aber auch echt ekelhaft…. Wir wandern los, anfangs noch ein bisschen im Nebel, dann kommt die Sonne raus. Es ist wunderschön. Die Landschaft ist fantastisch und das Licht um diese Uhrzeit fast magisch.
Lange gehen wir alleine, stoppen immer wieder für Fotos oder um diese frische Luft noch ein bißchen bewusster und tiefer einzuatmen, bis uns eine Gruppe laut lamentierender mit Mundschutz (!) ausgerüsteter in Kleidchen und Ballerinas gekleideter Chinesinnen einholt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Geräusche der Frösche gehört haben. Gesehen haben wir die Frösche nicht, aber lange gesucht. Wir sind an ein paar kleinen Tümpeln vorbeigekommen und wurden angequakt. In diesem Nationalpark entspringen gleich fünf der größten Flüsse Sri Lankas.
Wir sehen einige Vögel, Sambahirsche und Insekten, hören Frösche, die wir auf der gesamten Wanderung nicht sehen werden. Die Kinder philosophieren über Animes und haben einen Sprechflash. Hauptsache sie meckern nicht. Wandern ist schließlich sehr langweilig.
Wir kommen an Wasserfällen vorbei und müssen ein schönes Stück bergab klettern, sehen verunglückte Chinesen, die in ihren Sambalatschen einfach keinen Halt haben. Und immer wieder kommt uns ein weißes Kleid entgegen. Der Rundkurs ist etwa 9 Kilometer lang, es wird phasenweise auch um diese Uhrzeit schon, ziemlich heiß. Schön ist es trotzdem. Der Ausblick ist grandios, besonders als wir an Worlds End kommen:
Der Hammer. Und das ganz ohne Geländer. Natürlich ist es proppevoll an diesem tollen Platz, ein Wunder, dass niemand abstürzt. Die Kinder waren bisher ganz tapfer, nun kommen allerdings die ersten Ermüdungserscheinungen. Wir wandern in einem trockenen Flußbett über die Steine. Wir hören Affen kämpfen, sehen aber leider nur ein Streifenhörnchen. Wir fahren mit unserem Bus durch schöne Landschaften, jetzt auch ohne Nebel.
Wir kommen an den riesigen Weiden einer Milchkuhfarm vorbei, unser Fahrer hält ganz aufgeregt und erkärt und, das seien Kühe. Die geben die Milch. Wir erzählen ihm, dass es in Deutschland auch Kühe gibt. Jetzt ist er überrascht.
Wir treffen den Rest der Gruppe am Bahnhof in der Nähe von Nuwara Eliyah und warten auf unsere Eisenbahn. Genau wie bei der Deutschen Bahn, haben wir etwa 40 Minuten Verspätung, dann kommt noch die Verspätung in der Verspätung und 70 Minuten später geht es endlich los. Es ist total voll, die Leute schmeißen ihr Gepäck durch die Fenster, die Chinesen versuchen das mit ihren Kindern. Alle sind sehr in Hektik, haben Angst, es nicht mehr rechtzeitig in den Zug zu schaffen. Der Zug hält lange genug. Wir haben Platzreservierungen und müssen erstmal ein paar Chinesen wegschicken. Die Fahrt ist echt schön. Wir sehen Landschaften, die wir auf der Straße so nicht sehen.
Es ruckelt wie bei uns vor 50 Jahren. Viele Leute sitzen in den Türen und lassen die Beine nach draußen baumeln. Er fährt nicht schnell, dieser Zug. An jedem Bahnhof herrscht geschäftiges Treiben, Verkäufer versuchen Essen durch die Fenster zu verkaufen.
Azul versteht nicht, warum wir Zug fahren, weil doch die Fahrt mit dem Bus viel schneller gewesen wäre. Zugfahren ist oft ein tolles Erlebnis.
Wir kommen in Ella an und werden ins Ella Gap Panorama Hotel gebracht. Es liegt fantastisch auf dem Berg in den Hang integriert. Alle Zimmer haben riesige Fensterscheiben und schöne Balkone. Der Ausblick ist der Oberhammer.
Stundenlang hätte ich dort stehen können. Ich gehe auf die Terrasse und bestelle Tee, setze mich vor das Geländer, schreibe Blog und genieße es!
Die Temperatur ist angenehm, endlich mal nicht zu heiß. Fast ein bisschen frisch. Abends fahren wir mit Tuktuks in die Stadt und entern eine Bar. Wir schlafen gut!
7. Oktober
Am ziemlich frühen Morgen werde ich durch Lärm geweckt.
Unser Balkon ist voll mit Affen, die ein Heidenspekatakel veranstalten. Zum Glück haben wir aus Kandy gelernt und hatten nichts draußen. Bela wacht mit Fieber auf…Eigentlich war eine Wanderung auf den Little Adams Peak vorgesehen.Die findet dann wohl ohne mich statt. Wir gehen hoch zum Frühstück. Es steht schon ein Tablett mit Kaffee auf der Terrasse. Es dauert nicht lange und wir haben Besuch von ziemlich vielen Affen. Einer kommt an den Tisch, wird pampig, als wir ihn vertreiben wollen, droht uns mit seinen Zähnen und stibizt die Zuckerdose. Er setzt sich auf das Geländer und schleckt den Zucker pur, alle Kinder werden neidisch, weil sie das nicht dürfen. Als die Dose leer ist, fliegt sie mit Karamba auf die Terrasse zurück.
Die anderen brechen auf zum Gipfelsturm, ich mache Wadenwickel. Die Wanderung war wohl recht anspruchsvoll, vor allem, weil es schon so heiß war an diesem Morgen. Es ist ein Rundweg ohne Rundweg zu sein mit krassen Kletterpassagen. Sie trugen wieder gutes Schuhwerk und wurden Einheimischen in Flipflops überholt. Am Fuß des Berges gab es wieder eine Reihe von Verkäufern und Schlangenbeschwörern, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollten. Einer wollte Levi unbedingt seinen Affen auf die Schulter setzen und konnte nicht verstehen, dass er das nicht wollte. Sieben Mal musste er nein sagen. Weiterfahrt nach Tissamaharama zum Hotel. Wir kommen an und springen in den Pool.
Abends nehmen wir uns Tuktuks und fahren zur Haupstrasse zum Essen. Während wir auf der Suche nach einem Restaurant sind, gibt Bela auf einmal Schlangenalarm. Er hat mich gerettet, ich wäre sonst draufgetreten, schließlich war es bereits dunkel. Es ist ein Python. Etwa zwei Meter lang und recht dick. Er schlängelt sich an uns vorbei und bleibt entspannt in einem Garten liegen. Wir finden den Rest der Gruppe bereits am Tisch im Lokal und erzählen davon. Mike ist total aufgeregt: „Immer passiert so etwas, wenn ich nicht dabei bin“ und schwupps ist er weg. Ein paar weitere folgen ihm. Sie bleiben ca 20 Minuten weg und kommen wieder mit Fotos und Videos.
Der Python wurde gefangen, es hat allgemeine Aufruhr gegeben. Das beruhigt mich. Es ist wohl doch nicht alltäglich, dass sich hier Schlangen rumtreiben. Ich bin stolz auf Bela, weil er ihn entdeckt hat, es war wirklich nicht leicht.
8. Oktober
Wir stehen wieder um 4:30 Uhr auf, es ist Safaritag. Wir werden mit Jeeps abgeholt und zum Nationalpark Yala gefahren. Anbei ein paar Bilder, mit Worten kann ich es schwer beschreiben.
Tiere gab es einige. Krokodile, Wasserbüffel, Tukane, Pfauen, Affen, ein Gerippe eines Rehs, welches von einem Python gefressen wurde, Rehe lebendig und Hirsche, Schmetterlinge und wahnsinnige Landschaften. Einen Staudamm und wieder viele japanische Touristen. Es ist wunderschön. Um 8 Uhr aber bereits 30 Grad warm…Auf der Rückfahrt werden wir blockiert. Der Fahrer hält direkt neben ihm an und mir rutscht das Herz in die Hose. So ganz ungefährlich sind Elefanten ja auch nicht. Und von Angesicht zu Angesicht, macht er mir ein bisschen Angst. Zumal unser Jeep für ihn kein großes Hindernis darstellt.
Heute ist mein Abreisetag und für die anderen Strandhotelbeginn. Wir gehen noch gemeinsam in Matare Mittagessen und treffen meinen Fahrer zum Flughafen. Es fällt mir schwer, Bela noch mehr, aber ich freue mich auf eine Woche zu Hause.
Ich besuche meinen Papa, der nach 6 Wochen Koma endlich wieder wach geworden ist.
Indessen regnet es in Beruwala vom 8. bis 13. Oktober täglich, die rote Fahne weht am Strand wegen der Brandung. Ich habe in Gießen den goldenen Oktober und viel Freude mit meinen Eltern. Die Reisegruppe erlebt natürlich dennoch tolle Sachen. Sie machen eine Bootsfahrt durch eine Lagune und setzen sich Krokodile auf den Kopf…

Mike verschenkt meine Hose…

und der Spaß kommt auch nicht zu kurz:

Was wir in Sri Lanka gelernt haben:
Nicht alles so eng sehen
Wie wir die Menschen erlebt haben:
Sehr nett, sind aber immer darauf aus, einen über Tisch zu ziehen





































