
Zum Glück reisen wir, wie so oft, völlig unproblematisch ein. Die Beamtin sieht zwar recht gefährlich aus mit ihren goldenen, irre langen Fingernägeln und einer Oberweite, dass ich lieber in Deckung gehe, falls die Knöpfe anfangen zu schießen, ist aber sehr nett. Klemmt den Stempel für Bela in die Lücke, weil ich sie nett frage. Seitdem wir das Schreiben von der Botschaft nicht mehr zeigen,klappt das mit dem Lückenfüllen ganz gut. Sie fragt uns gar nichts. Wir müssen ihr nicht sagen, wo wir wohnen und wie lange wir bleiben. Auch müssen wir keine Krankenversicherung vorzeigen. Alles total entspannt. Auch unser Gepäck kommt vollständig an und problemlos durch den Zoll. Wir wechseln Geld. Das dauert ein bisschen. Von den vier Automaten werden jeweils zwei im Wechsel permanent aufgefüllt oder repariert, weil sich etwas verklemmt hat. Man darf nur alleine an einen Automaten. Da sind die ganz streng. Bela kommt zu mir und ich bitte ihn zu bleiben. Will den Wechselautomatenaufpasser mal etwas durcheinander bringen. Aber: kein Problem. Bela darf mit mir gehen. Ich werde geschult. Vom Automaten. Ich schiebe zweihundert Euro hinein. Sie kommen wieder raus. Sie dürfen keine Eselsohren haben. Natürlich haben sie das. Sie sind doch noch unser „Busgeld“, was wir im September für unseren geliebten T4 bekommen haben. Alle samt haben sie Schäden. Sind ja schon ziemlich weit gereist. Weiter als jeder Kubaner. Irgendwann klappt es endlich und wir bekommen 235 CUC. Es gibt in Kuba zwei verschiedene Währungen. Eine für Touristen, der Cubano peso Convertible. Damit dürfen die Einheimischen nicht bezahlen. Und es gibt die nationale Währung, den Peso, CUP genannt, damit dürfen Touristen nicht bezahlen. So ein Blödsinn, als ob dieses Land nicht genug andere Probleme hätte. Wir zahlen schließlich in CUC und die Kubaner müssen diese CUC dann erstmal wechseln, bevor sie es zum Bezahlen benutzen können. Eigentlich kann Kuba sich das nicht leisten… Wir finden ziemlich schnell ein Taxi und fahren mitten rein. Nach Havanna. In Barbaras Casa. Das ist eine Privatunterkunft, wie es seit etwa 2011 in Kuba erlaubt ist. Ich war in 1990 schon mal hier in Kuba und kann mich erinnern, dass es noch nicht einmal Restaurants gab. Wir haben immer im Hotel gegessen. Sozialistisches Feng Shui inklusive. Das hieß, das Geschirr wurde dir von der dreckigen Tischdecke unter der Kinnlade weggezogen, sobald du den letzten Bissen in den Mund gesteckt hattest. Das ist irgendwie immer noch so. Aber mittlerweile gibt es Restaurants und Privatunterkünfte. Sogar über Airbnb oder booking.com zu buchen. Allerdings muss man einen Reisegrund angeben. Unser Reisegrund, nämlich ganz einfach Tourismus, war nicht aufgeführt. Also musste ich mich zwischen kirchlichem Engagement (kommt wohl im Kommunismus nicht so gut an), Journalismus, diplomatische oder medizinische Tätigkeiten oder Hilfe für das kubanische Volk entscheiden. Das schien mir am wahrscheinlichsten. Also helfen wir gerade dem kubanischen Volk. Und das hat es sehr nötig. Dazu später mehr! Havanna ist ein großes Museum:

Uhrmacher bei der Arbeit – auch wie im Film…





In der Casa Barbara werden wir sehr herzlich empfangen. Wir buchen uns für 5 CUC pro Person Frühstück dazu und haben somit eine günstige Unterkunft in der Nähe des Zentrums von Havanna. Mit Familienanschluss:



Wir packen aus und schlendern zum Malecon. Das ist die etwa 7 Kilometer lange Uferpromenade, an unserem Abschnitt relativ gut erhalten, weiter weg, wohl in katastrophalem Zustand. Die ungefähr 3 Meter hohen Wellen schwappen über die Brüstung. Der Boulevard ist durchlöchert, mit Algen überzogen und glitschig wie Schmierseife. Laufend kaum zu bewältigen. Wir fühlen uns wie auf einer Zeitreise. Hier ist scheinbar in den 1960ern die Zeit stehen geblieben. Echt krass.





Die Leute feiern auf der Strasse, von überall hören wir Musik. Wenn wir denken, da vorne ist ein Shop, ist es bloß ein offenes Fenster. Alles ist hier offen. Fenster und Türen. Sperrangelweit. Das Abend- bzw Nachtleben findet halb drin und halb draußen statt. Wir gehen in das Restaurant, was uns von Barbara vorgeschlagen wurde und werden nicht enttäuscht. Wir zahlen etwa 13 Euro für einmal Fisch, zweimal Beef, dreimal Wasser und zweimal Mojito ohne und zweimal Mojito mit Rum. Leider darf hier überall geraucht werden, das ist während des Essens unangenehm. Bela verteilt Speerspitzen mit den Augen. Wir bummeln noch ein bisschen weiter, weil wir unsere Gegend erkundschaften möchten. Zwischendurch regnet es ziemlich schnell ziemlich viel. Wir sind klatschnass und dann wird es auch kalt. Also heim. Aus einem abruchreifen Haus bekommt Mike Küßchen zugeworfen und wird herangewunken. Wir erfahren später, dass die Frauen für ein gut bezahltes Schäferstündchen gerne und sofort ihre Arbeit liegen lassen. Ich bin ein bißchen sprachlos, dass das so offensichtlich und in meiner Gegenwart geschieht. Meinen Mann lässt das zum Glück kalt, er schüttelt sich erstmal, wegen dieses speziellen Exemplares. Das Frühstück am nächsten Morgen wurde uns nicht vor 9 Uhr angeboten. Wir haben jedoch Zeitverschiebung und sind deswegen schon recht früh wach. Sie wollen erst auf dem Markt noch frisches Obst für uns kaufen. Nett. Der Obstteller, den wir sozusagen als Frühstücksvorspeise bekommen, hat mehr Kalorien, als Bela innerhalb einer Woche zu sich nehmen kann. Es gibt für jeden von uns einen großen Teller mit Ananas, Melone, Papaya, Guave und 3 (in Worten drei!) Bananen. Dazu ein großes Glas Guavensaft, frisch geschrettert und mit viel Zucker selbstverständlich. Nach der Hälfte sind wir eigentlich satt. Sie sind total aus dem Häuschen, weil sie so gesundes Frühstück anbieten, was so lange vorhält. Bei uns in dem Fall bis zum Abendessen. Weiter geht es mit Spiegelei auf Fettsee, Weißbrot im Überfluss, Butter- und Käsescheiben, wobei die Butterscheiben so groß sind wie die Käsescheiben. Kaffee mit Milch. Milch heißt in dem Fall Kaffeesahne, 7.5%, normale Milch kennen sie nicht zum Kaffee und wundern sich zudem, dass wir keinen Zucker brauchen. Okay, wenn man sie sich so anguckt…Nett sind sie ja wirklich. Ehrlich nett und hilfsbereit. Aber diese Garderobe in Kombination mit der Figur. Erinnert uns stark an Presswurst. Alle beide. Und die 6 Jährige auch schon. Wie dem auch sei, wir essen nur soviel, wie reinpasst und verschwinden in Richtung Busterminal, wir haben noch kein Ticket für Varadero. Dabei bummeln wir durch eine „Einkaufsstrasse“, in der es keine Geschäfte gibt. Bela wird übel. Wir finden ein altes Taxi und machen uns auf den Weg, dann kann er sich etwas erholen.


Es ist recht warm und riecht ab und zu komisch hier. Vor dem Terminal schwätzt mir ein Taxifahrer seine Dienste auf und rechnet mir vor, dass wir sparen, wenn wir mit dem Taxi nach Varadero fahren. Im Nachhinein sollte er recht behalten. Da ich das erstmal nicht glaube, handel ich ihn um 30 CUC runter und freue mich. Abholen morgen in der Casa Barbara um 10 Uhr. Wir fahren zurück. Am Capitolio steigen wir aus und gucken uns das alte Zentrum an.





Wir dürfen uns eine total alte Sporthalle anschauen, aber leider nicht fotografieren. Bela findet eine Schießbude und versüßt dem Schießbudenopi den Tag mit ein paar tollen Treffern.

Es fängt wieder an zu regnen. Da wir uns unter einer Art Arkaden befinden, ist das nicht so schlimm.



Wir trinken Kaffee mit Kapelle, Guantanamera und so weiter, wie man es sich vorstellt. Einige Menschen tanzen. Wir laufen den Prado entlang, das ist so was wie die Kö in Düsseldorf, nur ohne Geschäfte. Vorsichtig, denn überall sind Löcher im Marmor.

Wir sehen das Fort, hier gibt es jeden Abend um 21 Uhr Kanonenschläge.



Am Abend essen wir ein Menü, der Wirt bringt uns persönlich zu einem Geldautomaten, weil wir nicht mit Karte zahlen können und uns das Bargeld eigentlich aufheben wollten. Ich bin überrascht, denn ich hätte hier nicht mit Geldautomaten gerechnet. Es geht aber problemlos. Wir speisen lecker und gehen noch auf ein Schöppchen zu einem Platz mit Musik und tanzenden Opis. Es ist warm, der Rum schmeckt, die Stimmung ist gut, wir genießen Havanna.










Das Frühstück für den nächsten Morgen haben wir auf zwei reduziert und auch diverse Obstsorten gestrichen. Trotzdem ist es irgendwie nicht weniger.

Ab 10:30 Uhr warten wir aufs Taxi, um 11:30 Uhr denke ich nicht mehr daran, dass es noch kommt. Es gab wahrscheinlich ein lukrativeres Angebot. Bela und ich gehen raus und wollen eins kapern. Das geht fix. Ein Mann steht so darum und fragt, ob wir ein Taxi brauchen. „Si“, sagt Bela, „to Varadero“. Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Taxifahrers, es sind ja schließlich etwa 150 Kilometer bis dort. 100 CUC möchte er dafür haben. Zu viel, entscheiden Bela und ich sofort und handeln. Bela schafft es bis 65 runter und gibt ihm die Hand. Wir fahren zusammen zu Mike und dem Gepäck. Es ist überrascht, weil die ganze Aktion nicht besonders lange gedauert hat. Um 11:45 Uhr sind wir auf dem Weg nach Varadero. Viele kubanische Freunde warten dort schon auf uns. Die Fahrt vergeht zügig, Abel ist ein guter Fahrer und dazu noch sehr nett. Allerdings fährt er, wie übrigens alle Machomittelamerikaner, stets auf der linken Spur und schnallt sich vor der Polizeikontrolle an und danach wieder ab. In Havanna gibt es eine 6 spurige Straße direkt am Malecon entlang, da wo Mike laufen war. Er hatte die rechte Spur für sich und konnte auf der Straße laufen, weil auch dort alle nur ganz links fahren. Wie dem auch sei, wir kommen schnell im Hotel an und werden schon erwartet. Wir haben uns, trotz vieler schlechter Bewertungen, für das Stammhotel von Papa entschieden. Ein 3 Sterne All-Inklusive Hotel direkt am wunderschönen Strand von Varadero. Wir sind auf das Schlimmste vorbereitet. Eingecheckt werden wir von einer guten Freundin von Papa, sie hat uns ein extra großes und ruhiges Zimmer gegeben, fernab vom Animationstrubel. Da wir erst um 16 Uhr ins Zimmer dürfen und jetzt aber erst 13 Uhr ist, gehen wir Mittgsessen. Nicht ohne uns für nächsten Dienstag um 16 Uhr mit Abel zu verabreden, damit er uns wieder abholt. Das Restaurant, was Bela schnell liebevoll in Kantine umbenennt, ist ganz okay. Es gibt reichlich Auswahl, so dass auch Mike als Vegetarier immer etwas findet. Der Service ist allerdings basic. Da sitzt man schon mal 10 Minuten vor seinem Teller und hat kein Besteck. Die Leute machen eben nur dass, was sie gesagt bekommen, eigenständiges Denken ist hier nicht gewollt. Kuba ist einfach anders. Die Menschen nett und herzlich, aber auch nur dann ein wenig mehr, wenn sie etwas dafür bekommen. Der Verdienst ist sehr wenig. So bekommen Zimmermädchen umgerechnet gerade mal 20 Dollar im Monat! Für eine 6 Tage Woche. Dennoch ist ein Job als Zimmermädchen sehr gefragt, weil sie sehr viel Trinkgeld von den Touristen bekommen. Auch die Barkeeper pimpen ihr Gehalt, indem sie hinter der Theke Rum verkaufen. Ich finde das fragwürdig und habe lange mit einem Systembefürworter diskutiert, da kommt man auf keinen grünen Zweig. Das System wird verteidigt bis aufs Letzte. „Die Leute verdienen sehr wenig, ja“, das sei aber nicht schlimm, schließlich bekämen sie Grundnahrungsmittel nahezu kostenlos. „Reis, Bohnen, Milch, Eier und Mehl gibt es in einem Bonussystem, das reicht zum Überleben“. „Ja“, sage ich, „zum Überleben reicht es. Sagen die, die sich durch dieses System unterstützt die Vorteile rauspicken und sich die Kippen vollmachen“ Dafür ernte ich einen geschockten Blick. Sowohl von meinem Diskussionsgegner, als auch von meinem Mann, der -zugegebenermaßen- etwas diplomatischer auf die zweite Seite der Medaille hingewiesen hätte. Es ist unvorstellbar für mich. „Ich soll mal überlegen (wahrscheinlich sollte ich lieber weniger überlegen und mehr trinken), die medizinische Versorgung ist hier kostenlos. Für alle Kubaner. Und es gibt sehr gute Ärzte“… also die, die noch nicht ins Ausland verschwunden sind. Was nützen mir die besten Ärzte, wenn die Krankenhäuser und Praxen kein Equipment haben. Es gibt eine gute Klinik in Havanna, dort lässt sich halb Südamerika operieren, allerding kein einziger Kubaner. Diese Klinik ist privat und für Kubaner unerschwinglich. Ein Arzt verdient in Kuba etwa 80 Dollar im Monat. Das ist richtig viel für dortige Verhältnisse. Damit sie im Land bleiben gibt es außerdem Lockangebote wie zum Beispiel ein günstiges nettes Haus in einer guten Gegend oder schnellere Bearbeitung der Autobestellung. Normalerweise warten Kubaner einige Jahre auf ein bestelltes Auto. Ich habe jemanden getroffen, der verdient umgerechnet 15 Dollar im Monat, für 6 Tage je 8 Stunden Arbeit plus 1,5 Stunden Fahrt mit dem Bus pro Strecke. Ich musste aufpassen, dass ich nicht anfange zu heulen, als ich das gehört habe. Etwas, was wir auf dieser Reise immer wieder festgestellt und zu schätzen gelernt haben, ist das große Glück, welches wir mit unserem Geburtsort hatten. Lebst du in Deutschland, kann dir eigentlich gar nichts passieren. Wir sind so gut versorgt und abgesichert, im Gegensatz zu den meisten Menschen im Rest der Welt. Das sollte sich so manches Lästermaul mal zu Herzen nehmen. So und nun ab an den Strand!

Für heute haben wir nichts weiter geplant. Ankommen und chillen.




Am Abend gibt es eine Show, Bela will sie sehen, also machen wir das! Dazu gibt es Mojito mit und ohne. Eine Band spielt Rock. Ein betrunkener Engländer (die gibt es hier auch) soll auf die Bühne. Er war wohl schon letzte Woche und hat Eindruck hinterlassen, jedenfalls beim Sänger. Der ist nur schön und ruht sich ein bisschen aus, während der zahnlose Mann aus Birmingham „Smoke on the water“ ins Mikro brüllt. Die Menge tobt, auch des Engländers Frau schiebt ihren in Joggingmontur gekleideten Alabasterkörper Richtung Bühne. Viel mehr Zähne als er hat auch sie nicht. So langsam spricht sich unter den Hotelmitarbeitern herum, wer wir sind. Viele wollen Fotos machen, die wir Papa zeigen sollen. Alle freuen sich, vor allem, dass es ihm besser geht. Bela ist der Principe und wird verwöhnt.


Am nächsten Tag treffen wir Raul, seit 25 Jahren ein sehr guter Freund der Familie. Die Freude ist riesig. Schließlich kennt er Mike und Bela noch nicht.


Er packt uns kurzerhand in sein Auto und nimmt uns mit zum Grillen beim Bürgermeister. Wir starten um 14:30 Uhr etwa und wundern uns, wie schnell sich der Garten füllt, alle aufhören zu arbeiten und mit dem Trinken beginnen. Eine Flasche Rum steht auf dem Tisch, dazu gibt es Bier. Als sie merken, dass Bela nicht so gerne Rum trinkt, holen sie Cola. Kuba Cola, schmeckt wie früher in der DDR. Über Mike wundern sie sich auch, kaum Alkohol und seit 30 Jahren kein Fleisch. Damit kommen sie nicht klar. Der Bürgemeister repariert auch noch Autos. Deshalb empfängt er uns im schicken Braunen und riecht ein bisschen. Er ist jedoch der lustigste von allen und geht päter auch duschen und macht sich schick. Das einzige Deutsch, was er kann ist: „Ich bin ein Schweinehund“. Wer ihm das wohl beigebracht hat? Es wird ein altes Schweißgerät herbei geholt, das brauchen sie, um den Grill anzuschmeißen. Eine Mütze geht rum, sie wollen für den Einkauf sammeln. Das unterbrechen wir und übernehmen das! Alex (auch ein guter Freund von Papa) und der Bürgermeister fahren los. Elvira erscheint auf der Bildfläche. Die Exfau vom Bürgermeister. Laut, schrill und klebrig. Sofort schliesst sie Bela ins Herz, er ist ein bisschen sauer, denn:

und dann:

Sie haben das Haus und den Garten mit Hilfe einer Schnur in zwei Teile geteilt. Das stört sie aber gar nicht und feiert mit! Ich habe drei Tage Tinnitus.
Inzwischen ist auch Schatzi eingetroffen. Von ihr darf ich keine Fotos veröffentlichen. Schatzi ist 22 Jahre alt und seit zwei Jahren mit einem der Herren (Mitte 50) liiert. Seine Frau darf das nicht erfahren. Jeder hat hier so ein heimliches Liebchen. Nur der Bürgermeister nicht, der hat offiziell gleich ein paar davon, weil er sich hat scheiden lassen. Die Scheidung kann ich nachvollziehen…Was ich nicht verstehe ist, was so ein junges hübsches Ding mit einem 35 Jahre älteren Kerl mit Wohlstandsplautze und roter Nase möchte. Naja, sie verstehen auch nicht, dass Mike, nicht nur Vegetarier und Minimalkonsumierer von Alkohol ist und keine Freundin hat, die seine Tochter oder Enkelochter sein könnte. Wir feiern einfach weiter. Belas spanisch wird immer besser. Er versteht sich mit Alex auf Anhieb total gut. Alex ist ehemaliger Ruderer in der kubanischen Nationalmannschaft und hats noch drauf. Sie boxen und tanzen vorm Grill.



Der Grill wird angeschmissen, die Kerle sind vom Einkaufen zurück und haben 5 Hähnchen, sowie Tomaten und Reis mitgebracht. Außerdem mehr Rum.


Ich unterhalte mich mit einem Diabetiker. Da er keinen Alkohol trinken darf, erklärt er mir, trinkt er Cola. Bela sagt ihm, ich sei Doktor, und soll ihn retten. Wir versuchen das auf spanisch und mit Händen und Füßen. Ab und zu muss Raul noch übersetzen. Bela ist zufrieden, da er (und ich ein bisschen) ihm etwas zur Lebensverlängerung beibringen konnten. Im Zuge dessen bekommt Raul auch gleich einen Trainigsplan von Bela, weil er auch einen viel zu dicken Bauch hat. Und er soll ab jetzt keinen Rum mehr trinken. Raul ist ein bisschen in der Zwickmühle 😉



Wir feiern weiter. Langsam wird es kalt. Ich bin mir nicht sicher, ob wir nur gut adaptiert sind oder auf dem Weg zum Weichei, wenn wir bei einer Außentemperatur unter 26 Grad anfangen zu frösteln. Wir werden eingekleidet und müssen weiter feiern. Die Hähnchen sind richtig lecker, ebenso die Tomaten. Ich habe vorher noch nie grüne Tomaten gegessen. Bela findet auf dem Hof und in der Garage allerlei Dinge zum Spielen und hat Spaß.





Es kommen auch immer mal wieder Leute vorbei, so auch Uwe aus Hamburg. Auch er mit einer 23 Jährigen im Schlepptau. Er ist fast ausgewandert. Immer längere Zeit hier und dann wieder kurz in Deutschland, um auf Föhr (wie witzig, unsere zweite Heimat) Strandgut zu sammeln, in Hamburg zu verkaufen und mit dem Geld dann wieder hier für mehrere Monate. Papa kennt er auch. Miguel kommt auch vorbei. Das ist super. Er ist Tauchlehrer und auch schon mit Papa getaucht. Wir verabreden uns mit ihm für Freitag zum Tauchen auf der Karibikseite von Kuba in der Nähe der Schweinebucht. Mike und ich wollen Schnorcheln und Bela mal wieder tauchen. Wir freuen uns sehr darauf. Um 22 Uhr werden wir ins Hotel gebracht, trinken mit Raul noch einen Kaffee und hatten einen wunderschönen Tag, den man als normaler Tourist so niemals hätte haben können.
Den nächsten Tag brauchen wir wieder zum Nichtstun. Ich fahre mit Bela in einen Freizeitpark. Sehr spannend. Hin mit der Kutsche, zurück mit einem alten Taxi.

Der Park ist sehr klein, es fährt auch nur das Riesenrad. Wer mich kennt, weiß, dass das gut ist. Also rein. Für unglaubliche 0,5 CUC fahren wir beide. Das ist so wenig, dass ich schon überlege, Trinkgeld zu geben. Da es nicht sehr hoch ist, lasse ich das!



Die meisten Geräte fahren gar nicht. Sie sind kaputt, Ersatzteile gibt es nicht. Das ist total schade, denn das hier können sich sogar die Kubaner leisten. Bela und ich sind die einzigen Touristen hier. Der Autoscooter ist schon ganz eingestaubt. So ganz unglücklich bin ich über die kaputte wilde Maus nicht, ich denke an TÜV und Übergeben… Den Rest des Tages verbringen wir am Strand.



Am Abend klinkt Mike sich aus und ich gehe mit Bela zur Zaubershow. Das hat uns der Engländer empfohlen, bzw. befohlen. Okay. Die Zauberei ist wirklich gut. Dann kommt der Clown. Ich habe schon länger ein gestörtes Verhältnis zu Clowns. Erst muss ich auch mal lachen, doch das vergeht mir, als ich auf die Bühne soll. Ich mache mit, will ja mein Kind nicht blamieren. Es gibt einen Glöckchen Witz. Zum Glück liegen 11 Glöckchen auf einem Tisch und mit mir müssen noch 10 weitere Unfreiwillige auf die Bühne. Auch unser Freund aus Birmingham. Da das ein All-Inklusive Hotel ist und er Engländer, ist er selbstredend bereits donnervoll. Er steht am Bühnenrand, macht Späße und fällt rund 1,20 Meter von der Bühne runter. Sofort springen alle hin, ich halte mich jedoch bescheiden im Hintergrund. Er versucht sofort aufzustehen und dabei zu grinsen. Das geht schief. Er hat bei dem Sturz sowohl Sonnenbrille, als auch Sprunggelenk geschrottet. Ihm wird auf die Bühne geholfen, der Clown macht sich lustig und positioniert ihn weit weg vom Bühnenrand, direkt neben mich, der Engländer tut so, als wäre nichts und ich stehe mit meinem gelben Glöckchen auf der Bühne und warte auf meinen Einsatz. Den vermassel ich, weil der Clown mich verarscht…Wir haben übrigens danach weder den Engländer, noch seine Frau jemals wieder gesehen. Wahrscheinlich musste er ins leere Krankenhaus, um sich kostenlos behandeln zu lassen 😉
Am nächsten Morgen holt uns Miguel pünktlich zum Tauchausflug ab. Wir fahren zunächst auf sein Anwesen, um ein paar Sachen zu holen. Er hat eine wunderschöne Estancia mit Pferden und einem großen Pool für die Tauchkurse. Leider wartet er schon ewig auf die Lizenz zum Zimmer vermieten. Die warten nämlich bereits fix und fertig auf Gäste.





Wir fahren einmal quer durch Kuba auf die Karibikseite in die Nähe der Schweinebucht. Wir kommen dort durch, wo es keine Touristen, keine Hotels und auch keine Restaurants gibt. Das ist schon alles sehr deprimierend anzusehen. Sollten doch bitte alle Verfechter des Kommunismus mal hier herkommen und sich das anschauen…


Die Schweinebucht an der Südküste Kubas wurde nicht nach Schweinen benannt, sondern nach den karibischen Drückerfischen, die hier -wie auch die Schweine- cochinos genannt werden. 1961 gab es dort ein für die USA riesengroßes politisches, wie auch militärisches Debakel. Ein von den USA organisierter Angriff kubanischer Exilkubaner, welcher den Sturz Fidel Castros zum Ziel hatte, scheiterte, weil diese Pläne im Vorfeld wohl „durchgesickert“ waren und die kubanische Armee vorbereitet gewesen ist, ja sogar quasi auf die Invasion gewartet hat. Die 1113 gefangenen US Soldaten wurden gegen u.a. Kompott für kubanische Babies getauscht. Das ist etwas, wofür heute die Kubaner noch unglaublich stolz sind. Fidel war so klug und hat einen solch guten Deal ausgehandelt. Ich geben zu bedenken, dass Kuba ja offensichtlich durch dieses System nicht in der Lage war, ihre eigenen Babies, sprich ihre Zukunft, ernähren zu können. Da gucken sie dann komisch…Der Teller über deren Rand man hier guckt, hat einen ziemlich kleinen Durchmesser!
Wir kommen an unserem Tauchplatz an und Miguel hat überraschenderweise -ich glaube nach Absprache mit meinem Ehemann- eine dritte Ausrüstung für mich dabei. So werde ich überredet und gehe zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder tauchen! Was für ein Abenteuer. Gut, dass wir Kubas besten Tauchlehrer dabei haben.





Es ist genau wie mit Fahrrad fahren, schwimmen und Ski fahren, man verlernt es nicht. Wir machen wegen Bela nur basic, obwohl er in den letzten Jahren mehr Tauchgänge absolviert hat als ich, darf er wegen seiner kleinen Kinderlungen nur maximal auf 5 Meter Tiefe. Nach anfänglichen Austarierschwierigkeiten und schneller panischer Atmung, dadurch wildes Gebubbel, und immer das Gefühl mich auch um Bela kümmern zu müssen, werde ich gechillter und fange an, es zu genießen. Bela macht es von Beginn an super, natürlich mit Überschlägen und anderen Späßen. Wir schweben dahin und sehen viele bunte Fische in einem erstaunlich intakten und wunderschönen Korallenriff. Sogar Barakudas und Feuerfische bekommen wir zu Gesicht. Wie vor 20 Jahren vergehen auch heute die Tauchgänge unglaublich schnell. Mike ist eine Weile über uns geschnorchelt und hat sich von unseren Blasen kitzeln lassen. Da wir jetzt einen riesengroßen Hunger haben, geht Miguel mit uns dorthin, wo keine Touristen hinkommen. Wir werden köstlich bekocht und erleben Kuba so, wie es ist!



Auf dem Weg zurück stoppen wir an einer Krokodilfarm. Da wir in letzter Zeit nur mit Rettungszentren zu tun hatten, dachten wir natürlich, diese sei auch zur Rettung der Krokodile gedacht oder zum Aufpeppeln von kranken oder verletzten Krokodielen. Aber leider ist das nicht der Fall. Die Krokodile werden nur zum Geldverdienen benutzt. Es ist nicht schön zu sehen, wie man hier mit den Tieren umgeht. An einem großen Gehege kann man ein Stück Kuhhaut an einer Angel kaufen und den Tieren geben. Das führt jedoch nur zu Kämpfen, bei denen schon so manches Auge auf der Strecke geblieben ist. Belas Entsetzen muss ich dann einer Angestellten übersetzen, die den Eindruck macht, als sehe sie das genauso wie wir, aber machtlos ist, weil sie ihren Job nicht verlieren möchte. Natürlich bleiben wir nicht lange hier.


Kurz vor Varadero stoppen wir wieder auf dem Anwesen des Tauchlehrers. Es ist jetzt schön warm, Bela springt in den Pool. Kurzes Entsetzen bei den anwesenden Erwachsenen, ihre Kinder können alle nicht schwimmen. Das sind Situationen, in denen wir schmunzeln müssen. So geht es uns, seit dieses Kind im Alter von 3 Jahren seine Seepferdchen Prüfung abgelegt hat. Er schwimmt wie ein Fisch seit seinem ersten Geburtstag. Das hat oft in Asien schon zu lustigen Situationen geführt, wenn er mit einem eleganten Kopfsprung in den Pool sprang und sämtliche Asiaten sofort an den Beckenrand eilten und rumkreischten. Keiner fühlte sich in der Lage, ihn zu retten, weil sie alle selber nicht schwimmen konnten. Ihre eigene Kinder waren ausgerüstet mit allem, was es käuflich zu Erwerben gab. Schwimmreifen, Weste, Schwimmflügel und auf dem Rücken noch etwas mehr zum Aufblasen. Dabei durften sie sich dann bloß nicht aus Versehen auf den Bauch drehen, denn dann wären sie ertrunken…
Auf einen Tipp hin, haben wir uns für Samstag zu einer tollen Katamaranfahrt angemeldet. Wir und das 6 Jährige Kind, welches kostenlos mitfahren kann 😉 Alles inklusive, auch das Mittagessen und schwimmen mit Delfinen. Spätestens da hätten wir eigentlich stutzig werden müssen. Der Bus kommt um 9 Uhr und fährt durch ganz Varadero, um aus allen Hotels andere Gäste einzuladen. Um 10.30 Uhr sind wir auf dem Schiff. Mit gefühlt 100 anderen feiergelaunten und durstigen Gästen in nachgemachter Markenkleidung…




Wir sichern uns ein schönes Plätzchen vorne im Netz, da sind außer uns noch Gleichgesinnte, die keinen Bock auf Trink- und Tanzspielchen haben. Die Bar öffnet und los gehts. Rumpunsch, bis nix mehr reinpasst. Mit Despacito natürlich. Der Kapitän sucht sich eine dürre Verbrannte und schiebt sie mit seinem Bauch über das Deck. Die Menge tobt.


Das Wasser ist super, aber zum ersten Mal in meinem Leben, schnorchel ich nicht am Schnorchelpunkt. Wir stecken genau dort drin, was wir bisher immer geschafft haben zu vereiden, in dem wir privat entgegen der offiziellen Routen losgezogen sind. Inmitten von weiteren 5 Katamaranen, was soviel heißt wie: 350 in Schwimmwesten steckenden jolenden und kreischenden Möchtegernschnorchlern, teilweise mit Guide an der Seite, damit sie nicht absaufen. Das können die nämlich trotz Weste. Fische? Fehlanzeige. Hätte mich als Fisch auch verkrümelt. Zum Lunch halten wir auf Cayo Blanco. Sehr hübsche Insel…eigentlich! Jedoch nur zum Zwecke des Tagestourismus eingerichtet. Dementsprechend voll ist es auch hier. Da wir noch eine Stunde Zeit haben bis zum Lunch suchen wir uns eine Liege am Strand. Wir sind schneller als die anderen und finden eine an offenbar der einzigen Palme auf der Insel.

Diese Palme ist extrem begehrt. Die Damen stehen davor Schlange, um sich fotografieren zu lassen oder Selfies zu machen. Die Chinesinnen trampeln dabei natürlich über unsere Handtücher und Rucksäcke. Das Highlight ist eine Dame aus Italien, die sich im Stringbikini an der Pame räkelt und aller Welt ihren total verpickelten Allerwertesten präsentiert. Eine Russin posiert kokett mit einer Ananas und verschwindet dann mit dem Bademeister. Das Wasser ist ein richtiger Traum, leider voller Menschen.


Ich erwische den dicksten Mann der Welt, wie er eine Kippe ins Wasser schnippt und flippe aus. Er nimmt sie zurück und steckt sie in seine Badehose. Was gibt es nur für Menschen? Eine Frau sagt daraufhin, das sie das Seegras auch so ekelig findet. Ich sag: „Nee, der Typ hat seine Kippe ins Wasser geschnippt, das ist ekelhaft“ Wenn ich gewusst hätte, dass es ihr Mann ist, hätte ich es entsprechend schärfer formuliert. Mittlerweile habe ich auch einen Rumpunsch getrunken, doch das Bacardifeeling will sich nicht einstellen. Also muss es ein zweiter sein. Ist ja alles bzahlt. Wenn ich schon die Welt nicht rettenkann, bin ich halt Pauschaltourist. Zur Bespaßung gibt es ein Krebsrennen. Alle stellen sich in einen Kreisund ziehen ein Kästchen vor sich in den Sand, der Ersatzbademeister (der andere steckt wahrscheinlich noch in Rußland fest) bringt ein großes Glas voller Einsiedlerkrebse und schüttet es im Sand aus. Super Idee, die Tiere durch die Hitze flitzen zu lassen. Bela steht brav im Kreis, in der prallen Sonne, Despacito auf Anschlag und feuert recht verhalten die Krebse an. Wenn man nicht klatscht, rennen sie nicht. Das weiß doch jeder. Der Gewinnerkrebs rennt in die Nachbarkiste und Bela verpasst knapp den Hauptgewinn: eine 3 Liter Flasche Rum! Mein persönliches Bacardifeeling kommt mit einem Hammerschlag, um ein Haar hätte ich sogar noch beim Bademeistertanzkurs mitgemacht. Meine Männer haben das gerade noch verhindert. Ab jetzt bekomme ich nur noch Wasser. Zum Glück! Es gibt Lunch. Das heißt in diesem Fall Buffett. Ist alles ein bisschen geht so, für Massen kochen kann nicht jeder. Wir bringen das schnell hinter uns und gehen wieder baden.





Zurück auf dem Schiff, werden wir vom Schiffsfotografen belästigt. Morgen können wir den ganzen Film im Hotel kaufen. Super. Nun freuen wir uns auf schwimmen mit Delfinen. Wir fahren um die nächste Kurve und das Bacardifeeling ist weg, so schnell, wie es kam. Wir halten vor einem Delfinarium und sind sprachlos. Bela sammelt sich als erster und sagt, da gehen wir auf keinen Fall rein. Drei Delfine schwimmen in einem abgesteckten Bereich, der ungefähr so groß ist wie unser Wohnzimmer und müssen dumme Sachen machen. Die Zuschauer -das soll wohl das Schwimmen sein- stehen bis zu den Knien im Wasser und dürfen sich küssen lassen. Ich versuche dem Kapitän zu erklären, warum wir das ablehnen, an Bord bleiben wollen und unseren Anteil Geld für diesen Part des Ausfluges zurückfordern. Da fängt der an, sich über uns lustig zu machen. Wie wir uns das vorstellen, schwimmen mit Delfinen, die nicht eingesperrt sind. Halten wir irgendwo und pfeiffen, damit sie kommen? Das hätte er ja noch nie gehört. Mike wird spontan böse, Bela fängt an zu weinen und ich erzähle ihm von Neuseeland, Argentinien und Panama, wo wir überall Delfine in freier Wildbahn erlebt haben. Hat er noch nie gehört und lacht weiter. Ich werde auch sauer. Die Delfinschau ist ein Trauerspiel, das könne wir vom Schiff aus sehen. Wahrscheinlich gibt es hier gar keine Delfine mehr, weil sie alle gefangen und eingesperrt haben, um damit Geld zu verdienen. Wir haben ja bereits erlebt, wie der Kommunismus mit Tieren umgeht. Ein wenig frustiert geht es zurück. Natürlich wieder mit Tanzspielchen, bei denen reichlich gesoffen wird. Im Bus sitzt eine blasse Dame mit den Füßen nach oben und sieht gar nicht gut aus. Neben ihr ein etwa 10 jahre altes Kind. Ich habe die beiden bereits beim Lunch gesehen, die Mutter hat gesoffen, was rein ging. Jetzt ist ihr wohl ein bisschen übel. Mike holt schon mal eine Tüte raus und gibt sie ihr. Bela wird später ihre Mahlzeit analysieren…Das Kind tut uns allen leid, besonders, als sie ihren Ausstieg am Hotel verpassen und der Busfahrer mitten auf der Strasse halten muss, um sie rauszulassen. Bela ist sehr erleichtert, dass wir jetzt nicht mehr so viel trinken. Das verkündet er lauthals im Bus und einige Menschen schmunzeln. Man spricht Deutsch!
Zwischendurch bekommen wir so etwas aus Deutschland und sind wieder mal der Meinung, dass wir alles richtig gemacht haben.

Durch die viele Sonne sind wir abends so platt, dass wir ziemlich früh im Bett liegenund sogar die Show verpassen. Der Sonntag ist Strandtag vom feinsten.



Das Wasser ist mit das schönste, was wir je erlebt haben. Abends gehen wir mit Raul in die Pizzeria. So langsam können wir das „Kantinenessen“ nicht mehr ertragen. Wir zahlen für alles für alle etwa 25 Euro!
Am nächsten Tag sind wir zu Alex und seiner Frau zum Langustengrillen eingeladen. Darauf freuen wir uns sehr, besonders Bela. Es wird ein richtig lustiger Abend. Hortensia zeigt mir Bilder von der Hochzeit ihrer Tochter, zu der mein Papa eingeladen war. Wir schicken ihm eine Nachricht. Bela und Alex grillen:

Bela trifft den Brotmann:

Bela und Alex werkeln in der Werkstatt:



Hortensia und Martika mit mir in der Küche:

Der Bürgermeister ist natürlich auch wieder mit von der Partie:


Mit seinem alten Lada bringt er uns in die Eisdiele:



So endet der Abend in der Eisdiele in Santa Marta. Das Eis ist lange nicht so gut wie in Argentinien, aber auf jeden Fall besser als in Deutschland.
Den letzten Tag verbringen wir wieder am Strand.




Check out ist dank Papa erst um 17 Uhr. Der Wagen unseres Zimmermädchens sieht übrgens so aus:

Dann heißt es Abschied nehmen, jeder möchte noch schnell ein Bild machen. Esmeralda und Yoli haben Bela besonders ins Herz geschlossen:

Martika mit dem Nachbarbaby

Und natürlich Raul, von ihm ist uns der Abschied am schwersten gefallen. Ich hoffe nicht, dass es wieder 15 Jahre dauert, bis wir uns wiedersehen!

Abel ist pünktlich und los gehts. Zum nächsten Abenteuer