Diesmal spontaner und etwas anders. Mit Papa wieder natürlich, zum Glück ist er dazu noch in der Lage. Mit meinem Jüngsten und mit meinem Neffen. Das ist schön für die Jungs und auch für Opa, es war eine Überraschung für ihn. Condor fliegt leider nicht mehr, das war immer super. Frankfurt direkt nach Varadero mit ziemlich viel Gepäck für recht günstige Tickets. Diesmal müssen wir über Madrid nach Havanna fliegen. Die Tickets waren, trotz dass wir nur mit Handgepäck hatten teurer, die Anreise umständlicher und die Airline naja…Ich hatte auf den letzten Drücker noch Spenden für die Ausstattung einer Schulklasse gesammelt und für 250 Euro zwei zusätzliche Gepäckstücke angemeldet. Die hat unser Hausarzt bezahlt. Unfassbar, wieviel Hilfsbereitschaft es doch immer wieder gibt. Ein paar Zahlungen habe ich auch über Paypal bekommen, die wurden allerdings erstmal gesperrt, weil die Leute im Betreff Kuba Spende angegeben haben. Das mögen amerikanische Unternehmen nicht so gerne. Hat sich aber alles geklärt und das Geld konnte für seinen verabredeten Zweck eingesetzt werden. Auch meine Amazon Wunschliste war ziemlich schnell leergekauft. Ich erzähle gerne über meine Kuba Spenden Aktionen, weil sich dadurch immer neue Menschen daran beteiligen. Von der Wunschliste haben Menschen eingekauft, die ich nicht mal kenne, weil meine Kontakte den Link einfach in ihren Status gestellt haben. Mega Sache!
Der Flug war eine Quälerei. Die Ankunft in Havanna war gut, es ging alles flott, bis auf das Gepäck. Es sind in Madrid unglaublich viele Kubaner eingestiegen mit unglaublich vielen und großen Gepäckstücken, alle in Plastik eingewickelt. Es wird einfach alles mitgebracht, was es hier nicht gibt. Das heißt also wirklich alles! Wir mussten dann noch 2,5 Stunden mit einem kleinen Bus ins Hotel fahren. Das Zimmer der Jungs war, sagen wir mal „nicht so schön“ und hat nach Rauch gerochen. Ich hatte drei Betten in meinem Zimmer, also habe ich sie aufgenommen und konnte selber dann drei Nächte später in ein anderes Zimmer umziehen. Das war fast ein bisschen traurig, weil wir zu dritt gut zurecht gekommen sind. Ich habe jetzt ein Zimmer mit Blick auf das Meer, aber keine Zimmerkarte, weil ein richtig krasses Gewitter am zweiten Tag die Maschine zerstört hat, mit der die Zimmerkarten programmiert werden. Also habe ich erstmal nur mein Schlafshirt ins Zimmer gebracht und teile mir tagsüber nach wie vor unser Familienzimmer mit den Jungs. Das Essen ist wieder mal „wir werden satt“, zum Frühstück gibt es dieses Mal Eier. Die Schlange davor ist morgens lang und unfair. Ersteht pro Familie einer an und bestellt dann 23 Omelettes und Spiegeleier. Das dauert dann eben. Wir haben kleines abgepacktes Vollkornbrot dabei und starten gar nicht so ungesund in den Tag. Obst und Gemüse gibt es immer. Und Reis und Bohnen als verlässliche Größe zu jeder Mahlzeit. Dennoch gehen wir auch raus und ins Restaurant.
Es ist hier wie immer sehr herzlich, alle freuen sich über uns. Das Wetter ist prima, entgegen der Vorhersagen. Ab und zu regnet und gewittert es, aber in den ersten drei Tagen sind wir oft im Meer. Das war letztes Jahr nicht einmal möglich, weil es einfach zu gefährlich war. Die Jungs haben großen Spaß mit den Wellen. Sogar Opa ist mit und einmal schon im Wasser gewesen.Die Jungs möchten tauchen, der erste Versuch wurde schon mal wegen Wellengang abgesagt.