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MALEDIVEN – ein Stück entfernt vom Paradies

Im Anschluß an den Badeurlaub, bzw den Heimaturlaub folgt ein Abstecher auf die Malediven. Hatten wir gar nicht auf dem Plan, aber die Kinder wollten das gerne. Von Colombo aus fliegt man nur etwa 1 Stunde und bezahlt dafür ca 50 Euro pro Person, warum also nicht? 

Wir brauchen kein Visum, nur unser Weiterflugticket zeigen (Was bei der Einreise dann aber keinen interessiert hat). Die Suche nach einer bezahlbaren und dennoch schönen Unterkunft ist sehr informativ. Wir brauchen zwei Zimmer, ein Dreibett- und ein Doppelzimmer. Gerne mit Frühstück. Es gibt hier echt alles. Von 350  bis 120.000  Euro für eine Woche ist so ziemlich alles vertreten. Wunderschöne Wasservillas, so wie man es sich vorstellt, wenn man an die Malediven denkt. Allerdings nur für Menschen ab 12 Jahren. Zum Glück…das gibt schon mal keine Diskussion. Eine Wasservilla kostet für diese Zeit etwa 4500 Euro, ohne Frühstück… wir bräuchten zwei davon…geht nicht! Wir finden auf einer gemischten Insel, d.h. für Einheimische und Touristen, ein nettes Guesthouse für 600 Euro. Zwei Zimmer, 8 Nächte, Frühstück, fertig!  Es ist hübsch, die Guesthouse Leute hier sind nett. 

Die Einheimischen nicht so. Gucken uns argwöhnisch an, sind mit der Entwicklung ihrer Insel offensichtlich nicht zufrieden. Wir nehmen selbstverständlich Rücksicht. Gehen nur am Bikinistrand im Bikini ins Wasser, sieht bei den Jungs etwas komisch aus 😉 Ich jogge in langer Hose und schwitze mich dabei kaputt, gehe auch so ins Gym. Wenn der Muezzin ruft, gucken wir demütig. Wir haben keinen Alkohol geschmuggelt… In der Bucht vor unserem Hafen liegt eine große Yacht, wo man zum Alkoholtrinken hinfahren kann. Bela hat sie Saufyacht getauft. Machen wir auch nicht. Wahrscheinlich zu teuer, bei der Happyhour bekommt man nicht zwei für eins, sondern nur 20 % Rabatt…Wir machen erstmal Urlaub und chillen. Es gibt hier überall Hängematten. Der Strand ist weiß, das Wasser türkis und ziemlich erfrischend. Die Insel hat jedoch wenig damit zu tun, wie man sich gemeinhin einen Urlaub auf den Malediven vorstellt. Es gibt Supermärkte und Restaurants, die Straßen sind aus Sand. Es gibt einen Fischmarkt:

 Es gibt Motorräder und sogar ein paar Autos, obwohl die Insel eigentlich dafür gar nicht groß genug ist. Wir fragen, wer denn hier ein Auto braucht und bekommen zur Antwort, es seien junge Leute, die ein bisschen Spaß haben wollen. Wir wohnen übrigens auf Maafushi. 

Direkt neben dem staatlichen Gefängnis. Bevor die Malediven eines Tages vom Wasser überspült werden, wegen Klimawandel und so, gehen sie im Müll unter. Das ist ein echtes Problem hier. Überall liegen Plastikflaschen, egal ob im Meer, am Strand oder auf den Strassen. Wir hatten den Eindruck, dass sich auf Maafushi niemand so richtig darum kümmert. Da wohnen sie im Paradies und merken es gar nicht. 

Es gibt nichtmal ausreichend Mülltonnen. Einmal nur haben wir die Gefängnisinsassen aufräumen sehen. Das ist so schade. Außerdem gibt es sehr viele angefangene Baustellen, große und mehrgeschossige Gebäude, die mal Hotels werden sollen, ausgelegt wohl auf „all in“ Touristen. Auch das ist schade.

Wir buchen einen Schnorchelausflug mit einem Boot für uns 5. Mit drei Stopps zum Schnorcheln, Lunch auf einer anderen Insel und einem kurzen Aufenthalt auf einer Sandbank. Am Morgen ist Anprobe des Equipments, es kommen  vier Asiaten dazu…Wir denken an nichts böses, haben das Boot ja nur für uns gebucht. Allerdings, so erfahren wir, haben sich diese vier am Nachmittag auch noch angemeldet. Naja, wir wissen, wieviele Fische noch übrig bleiben, wenn die Nichtschwimmertouristen laut jolend ins Wasser hüpfen. Diese scheinen ganz nett zu sein, der Preis unserer Tour reduziert sich drastisch. Es sind Thailänder. Mutter und Vater mit erwachsener Tochter, die eine Art Batmankappe trägt. Die Oma haben sie auch noch im Schlepptau. Sie wird mit der Gepäckkarre zum Hafen geschoben. Es geht los. Wir werden ständig fotografiert. Sie freuen sich, als wir sie auf die Schippe nehmen und uns Bärenöhrchen oder das V Zeichen machen. Sie verwechseln Azul wohl mit einem Kuscheltier, ständig sind sie an ihr dran. Knuddeln sie und wollen Fotos. Schwimmen können sie nicht, schnorcheln auch nicht, das ist ein Heidentheater. Wir geben unseren Guide ab, dann haben sie zwei, die sie auch brauchen. Sie haben  nicht schlecht gestaunt, als wir einfach so einen Köpper ins Wasser gemacht haben, Flossen und Maske an und ab ging die Post. 

Die Unterwasserwelt ist an manchen Stellen wirklich fantastisch. Es sieht aus wie im Aquarium, so wie wir es aus Thailand, Indonesien oder Malaysia kennen. Wir sehen sogar zwei Rochen. Wir stoppen an verschiedenen Punkten, am Shark  point sehen wir tatsächlich ein paar Haie und Bela erleidet einen kleinen Quallenangriff. Wir müssen ihn auf dem Boot verarzten und bei Laune halten.

 

Wir machen Pause auf Gulhi Island zum Lunch. Es gibt gebratenen Reis mit Thunfisch aus Plastikdosen. Eine Stunde haben wir Zeit. Am Strand ist sehr schön. Der Sand richtig weiß und das Meer traumhaft schön. 

Wir verbrennen uns ein bisschen, weil wir zu lange im Wasser waren.   Der nächste Ausflug geht nach Guraidhoo Island. Auch dort ist es wunderschön, wenn man über den Müll hinwegsieht. Aber hier bemühen sich die Einwohner immerhin, sie gehen morgens und abends Müll sammeln. Heute ist freaky friday, das bedeutet Feiertag. Alles geschlossen ab 11 Uhr…. Wir haben das rechtzeitig bemerkt und uns Picknick eingepackt. Eine Limo bekommen wir aber doch noch:

Wir finden eine kleine unbewohnte Insel namens Losfushi. Dort ist es unbeschreiblich schön. Wir bleiben eine ganze Weile, baden, haben Picknick und hören den Muezzin jede Stunde, ist ja Freitag…

Wir sind die einzigen Menschen weit und breit. Bela und Levi möchten das Geld aus der Weltreisekasse sinnvoll investieren und planen, diese Insel zu kaufen. Die Einwohner von Guraighoo planen allerdings etwas anderes. Sie wollen noch mehr Sandstrände aufschütten, um mehr Touristen hierher zu locken…schade eigentlich.

Die Tage auf Maafushi sind unglaublich erholsam. Wir sind alle im Chillmodus, tragen seit der Ankunft keine Schuhe mehr. Ist auch nicht nötig, müssen sowieso vor jeder Tür ausgezogen werden und  werden eh staubig, weil es hier ja keine Asphaltstrassen gibt. 

Wir gehen überall barfuß hin, egal ob zum Supermarkt oder zum Essen ins Restaurant. Dort sitzen wir oft an Tischen am Strand und buddeln uns die Füße gegenseitig unter dem Tisch ein. Es ist unglaublich heiß hier. Sobald wir die Zimmer verlassen, fangen wir an zu schwitzen. Abends weht jedoch immer eine frische Brise, so dass einem die Brühe nicht mehr überall runterläuft. Wir machen einen zweiten Schnorchelausflug, diesmal nur wir. Mit zwei Stopps und dann lassen wir uns auf Gulhi Island raussetzen, bleiben dort ein paar Stunden am Strand und fahren mit der öffentlichen Fähre wieder zurück. 


Am letzten Tag versuchen Levi und ich zum Friseur zu gehen und uns die Haare färben zu lassen. Ein lustiger Plan. Der Friseur kommt von irgendwoher angerannt, als wir den Laden betreten. Ja, er kann färben, aber nur black. Nicht blau! Obwohl wir die Haarfarbe für Levi dabei haben…komisch…er hat kein Waschbecken im Laden, ich frage, wie er dann färben will. Er sagt: „wash in hotel“ Dann kann ich auch gleich selber färben. Machen wir dann auch. Die Holiday Lodge Leute sind begeistert von Levis Haarfarbe, wir haben dann doch pink genommen. Es ist auch nicht schlimm, dass wir ein Handtuch versaut haben.                                                                                                  Wer auf die Malediven kommen möchte und eine Mischung aus Strand und ein bisschen Infrastruktur braucht, ist hier auf Maafushi  ganz gut aufgehoben. Das Guesthouse (Holiday Lodge Maledives) ist bezahlbar und gut. Ali ist ein netter Host und sehr behilflich beim Organisieren von Ausflügen. Wir verabschieden uns für die nächste Etappe Weltreise. Es geht weiter nach Japan!

           

Was wir von den Malediven gelernt haben:

Nicht überall wo Paradies draufsteht, ist auch Paradies drin.

Ein Leben ohne Schuhe können wir uns gut vorstellen, macht vieles einfacher!

Ausflüge mit dem Schnorchelboot sind noch ein bisschen schöner, wenn es kaltes Bier an Bord gibt.


Wie wir die Menschen erlebt haben:

Von Insel zu Insel unterschiedlich , aber eher distaniziert und skeptisch uns gegenüber.


Sri Lanka

30. September 2017
Weiterflug und Ankunft klappen unspektakulär, Einreiseformalitäten sind schnell erledigt (Visum haben wir von zu Hause aus schon besorgt und keiner hat sich so richtig dafür interessiert. Hätten wir uns das Geld sparen können? Das nächste mal machen wir das nicht vorher). In der Ankunftshalle steht ein Mann mit einem Schild „Petra Kind“ (er wird sechs Stunden später mit demselben Schild die Familie meines Bruders empfangen) Der Weg bis zur Ankunftshalle ist gesäumt mit Läden, hauptsächlich für Elekronik und Maschinen. Also falls wir unseren Rasenmäher vergessen hätten, wäre jetzt noch eine gute Gelegenheit, einen zu erwerben oder eine Waschmaschine, Fritteuse, Reiskocher oder eine Mangelmaschine.

Wir verlassen das Gebäude und rennen gegen eine Wand aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, wir freuen uns! Ab in die Autos und auf zum Guesthouse. Die Fahrt durch das Verkehrsgewusel klappt gut, es sieht aus, wie fast überall in Asien. Hütten und Verkaufsstände am Straßenrand, komplette Familien auf Rollern und Kühe, die einfach so im Weg rumstehen. Im Guesthouse werden wir mit einem Willkommensgetränk empfangen, welches so süß ist, dass es nicht einmal Bela schmeckt. Die Zimmer sind wunderschön, ebenso der Garten mit Baumhaus, Basketballplatz, Pool und Badmintonfeld. Die Mitarbeiter sind sehr nett.

Wir trinken erstmal ein Ankommensbier, poolen, machen Mittagsschläfchen und warten auf Chrissie und Co. Sie kommen am frühen Abend und die Freude ist groß. Wir bestellen Essen, haben noch einen schönen Abend und gehen alle früh ins Bett.

1.Oktober 2017

Wir stehen früh auf, ich habe eine Überraschungstour für alle gebucht. Wir sollen um 9 Uhr abgeholt werden. Frühstück haben wir für 7:30 Uhr bestellt. Auf dem Weg zum Frühstücksfamilientisch gratulieren mir sämtliche Mitarbeiter und der Chef persönlich zum Geburtstag und freuen sich mehr als ich mich. Als ich am Tisch sitze, neben mir meine beiden Neffen, kommt noch Ravi und fragt leise „who is Pedo?“ zeigt einmal fragend auf Levi, gratuliert ihm, wird korrigiert und gratuliert dann mir. Dann zeigt er auf meine Neffen und fragt irgendwas. Keiner versteht ihn, wir nicken und so gratuliert er auch den beiden herzlich zum Geburtstag. Es folgt der Chef mit einer Geburtstagstorte, die Mike für mich bestellt hat. Wir bestellen Kaffee und Tee. Das Frühstück kommt um 8:15 Uhr, der Fahrer hingegen steht bereits um 8:45 Uhr mit einem Bus vor dem Tor. Da hier Kaffee und Tee, warum auch immer, nach dem Frühstück serviert werden, können wir von unserem Frühstücksplatz aus sehen, wie der Fahrer den Bus durch das Tor in den Garten reinoperiert. Abfahrt. Linksverkehr. Mein Bruder fragt den Guide, Asiri, auf dem Beifahrersitz, etwas und er dreht sich rum und antwortet ausführlich. Meine Schwägerin wird unruhig. Chrissie soll ihn nicht ablenken und ihn Sachen fragen. Ich frage warum. Sie sagt, er dreht sich rum und guckt beim Fahren nicht nach vorne. Ich sag, dass er das auch nicht braucht, denn der Fahrer fährt 😉

Wir machen heute eine Tour mit dem Boot durch den Dutch Canal und die Mangroven. Wir sehen einige Tiere zB. Varane, diverse Vögel (wie Eisvogel, Cormoran und Seeadler) ein Babykrokodil und halten dann in einer „Nische“, wo es den nächsten Kuchen gibt. Als Überraschung für meinen Geburtstag. Mit Rosen drauf und „Happy Birthday Pedo Kind“, gut, dass ich nicht Sabine-Christiane Leutheuser-Schnarrenberger heiße…Ich freue mich total und gebe den Kuchen beim Picknick auf dem Boot zum Schlachten frei.

Am Abend veranstaltet das Guesthouse ein pompöses BBQ für meinen Geburtstag, mein Bruder, der Profigrillmeister, fühlte sich sofort auf den Plan gerufen und nahm den Grillmann in Beschlag, versorgte ihn mit Tipps und Ideen, so lange, bis dieser genervt die Augen verdrehte 😉 Nach diversen Ständchen, Gratulationen, ausreichend Kuchen und einem tollen BBQ ging der Tag mit einem Sprung in den Pool zu Ende. Morgen früh werden wir wieder um 9 Uhr abgeholt, ich überlege kurz, ob wir das Frühstück sicherheitshalber um 7:00 Uhr bestellen, damit wir pünktlich los kommen…hätte ich mal…

2.Oktober 2017

Okay, das für 7:30 bestellte Frühstück kommt um 8:20 Uhr, Kaffee und Fahrer kommen um 8:45 Uhr zusammen. Wir kippen uns das heiße Zeug rasch in die Köpfe und holen unsere Sachen. Koffer und Kinder und so weiter. Ab heute haben wir einen ziemlich großen Bus, wegen unseres Gepäckes. Dieser Bus ist ein VIP Bus und hat alles: Wifi, Gefriertruhe für kaltes Bier, DVD für Bollywoodfilme und Karaoke! Mit Verbrennungen an Gaumen und Zunge steigen wir ein und starten in Richtung Inselmitte. Das Hotel haben wir in Dambulla. Die Fahrt vergeht rasch, wir sehen sehr viel, auch Unfälle… Wir stoppen auf einem local market und gehen ordentlich shoppen (getrockneten Fisch, Knabberspeck und diverse andere Köstlichkeiten). Gerade 45 Jahre alt geworden, werde ich doch tatsächlich mit „Hey Baby“ angesprochen. Mike guckt komisch, mich amüsiert es! Es gibt auch frischen Fisch. Wie auf asiatischen Märkten üblich, wird hier auf die Kühlkette komplett verzichtet, dann brauch man sie auch nicht einhalten. Entsprechend riecht es. Ich möchte geschnittene Ananas, da es das nicht gibt, wird einfach ein Messer vom Nachbarstand genommen, meine Ananas präpariert, das Messer mit einer Zeitung abgewischt und wieder zurück in die Auslage gepackt. So einfach geht das hier. Kostet aber dafür auch 23 Cent mehr.

Wir checken ein, dürfen uns kurz frisch machen und es geht schon gleich wieder los. Diesmal in Jeeps zur Safari in den Kaudulla Nationalpark. Tiere gucken. Hauptsächlich Elefanten. Wir fahren mit dem Bus zur Jeepstation und steigen um, nachdem alle nochmal die reizende Toilette aufsuchen konnten. Diese war so reizend, dass die komplette männliche Front im Kollektiv lieber einen Platz am Gebüsch aufsuchte… Die Jeepfahrer holen alles aus den Kisten raus, wir müssen noch ein Stück Straße fahren, bis wir im Park ankommen. Anschnallen geht nicht so richtig, da keiner von uns besonders gläubig ist, kann man nicht mal sagen, da hilft nur noch beten….Also Augen zu und durch! Beim Parkeingang streikt der Jeep von Christoph und Familie, sofort stehen 15 Männer über der Motorhaube gebeugt beim Fachsimpeln. Ein lustiges Bild…Sie schieben den Jeep an, komplett beladen und es funktioniert irgendwann. Die Dächer werden geöffnet, wir dürfen auf der Fahrt stehen und gucken. Sollen aber auf Äste aufpassen, das klappt, aber nicht immer 😉

Als erstes sehen wir ein faules Krokodil auf einem Stamm im Wasser liegen, gefolgt von einem Chamäleon, welches nur sehr schwer auf einem trockenen Ast zu finden ist. Wir fahren unter einem Baum voller Affen durch, sehen ein riesengroßes Hornissennest und das eines Webervogels. Es gibt Pfauen, Eisvögel und Cormorane. Was es außerdem gibt, sind etwa 15 andere Jeeps mit lautjolenden und lustig verkleideten Chinesen auf Safari, fast spannender als die Tiere. Wir nähern uns einem See, an dessen Ufer etwa 100 Elefanten gemütlich grasen. Wir sind sprachlos. Es ist total faszinierend zu beobachten. Was für eine Ruhe diese Tiere ausstrahlen, ist unglaublich. So lange, bis die gröhlenden Chinesen ankommen und der Idylle ein Ende bereiten. Ein Elefant versucht sogar , ihren Jeep anzugreifen, da gackern sie noch lauter… Wir genießen die Tiere und machen schöne Bilder, auch von den durchgeknallten Asiaten, uns graut ein bisschen vor unserem bevorstehenden Japanaufenthalt 😉

Es gibt einige Babies und schwangere Elenfantenkühe. Sie fressen. Wir bleiben ziemlich lange und können sie beobachten. So lange, dass wir in den Jeeps zurückdüsen müssen, weil der Park die Tore schließt.

Ein schönes Erlebnis war das!

Wir haben Büffett im Hotelrestaurant und hüpfen danach noch in den großen Pool. Das Essen ist ganz gut, es ist für jeden etwas dabei, hat aber auch Hotelpreise und wir beschließen, dass das für uns so nicht funktioniert, wenn wir bis Ende März wegbleiben möchten.

3. Oktober 2017

Wir treffen uns alle beim Frühstück. Heute ist ein Ausflug in die Stadt Polonnaruwa geplant. Eine alte Ruinenstadt, die früher mal Hauptstadt gewesen ist. Ich klinke mich aus, brauche eine Pause, weil die letzten Wochen vor der Reise sehr anstrengend für mich waren. Bela schließt sich mir an und Levi fühlt sich nicht. Hat sich also erledigt mit dem gechillten Tag. Wir ziehen um 9 Uhr an den Pool um und bleiben da bis abends. Ich mache eine Trainigseinheit, Bela planscht und Levi erholt sich. Ein schöner Tag trotz unerwarteter Gesellschaft! Natürlich bekommen wir ausführliche Berichterstattung über den Tag. Es wurden Fahrräder gemietet und ein Affe hat sich auf das Körbchen gesetzt. Die Stadt soll sehr schön gewesen sein, aber wie alles hier natürlich voll und der Eintritt war mit 25 USD pro Person kein Schnäppchen. Es ist ziemlich weitläufig, deshalb die Räder. Der Bus fuhr allerdings vorneweg 😉 Es gibt dort unglaublich viele fliegende Händler, die allen möglichen Kitsch anbieten. Handeln ist Pflicht (z.B. für eine Cola 300 Rupis verlangt und 120 bezahlt). Es war unglaublich heiß, mind. 35 Grad und gerade auf dem Radweg gab es keinen Schatten. Für den Tempelbesuch mussten natürlich die Schuhe ausgezogen werden. Die Steine waren so heiß, dass sich alles die Füsse verbrannt haben. Auf dem Rückweg gab es Sri Lanka Lunch. Wohl sehr lecker, aber auch für mehrere Busse ausgerichtet und deshalb nicht sehr authentisch.

Abends mieten wir zwei Tuktuks und gehen an die Hauptstrasse, um authentisch zu essen. Wir werden bestaunt, aber sehr freundlich aufgenommen. Es gibt allerlei gebratene Nudeln und Reis, alles ein bisschen scharf. Bier gibt es nicht, Cola gibt es nicht kalt, Sprite auch nicht kalt, aber wir sind ja flexibel. Als wir nach der Toilette fragen, werden alle nervös und verschwinden mit einer riesengroßen Lampe im Garten. Dann dürfen wir. Auch mit der Lampe. Wir finden eine Art Plumpsklo, Azul kennt das noch nicht, ich suche nach Schlangen, Bela macht zum Spaß die Lampe immer wieder aus und findet das lustig. Aber auch das klappt! Wir sind zu sechst, essen gut, bezahlen 9,17 Euro, nehmen noch zwei Roti (eine Mischung aus Brot und Pfannkuchen mit) und werden wieder zurück gebracht.

4.Oktober

Levi ist krank. Das übliche, was man in Asien halt so hat. Er kann sich nicht bewegen. Er bleibt im Hotel und bekommt „local medicine, good for vomiting“, wobei…ganz ehrlich…eine Mischung aus Zitronensaft und Sojasauce und was sie noch so gefunden haben…also wem bis dahin nicht übel ist, der übergibt sich spätestens nach dem Genuß dieser Köstlichkeit… aber ist ja auch gut „for vomiting“…Wir gehen zum Frühstück. Früh wollen wir los. Nach Sigiriya und zu den Wolkenmädchen.

Sigiriya ist ein etwa 200 Meter hoher Monolith (Magmablock) auf dem sich die Ruinen (nur noch die Grundmauern sind erhalten, der Rest des Gebäudes war aus Holz gebaut) einer historischen Felsenfestung (Palast) befinden. Seit 1982 Unesco Weltkulturerbe. Ursprünglich begann man früher den letzten Teil des Aufstieges durch das Maul eines riesigen Löwenkopfes, von dem sogenannten Löwentor sind heute nur noch die Tatzen übrig.
Die Wolkenmädchen sind Fresken, die auf halber Höhe angefertigt wurden. Man erreicht sie über eine steile Wendeltreppe, es gilt strenges Fotografierverbot. Es sollten wohl mal 500 dieser Fresken gewesen sein, wovon nur noch 22 übrig sind.
Früh der unbarmherzigen Sonne und auch der unbarmherzigen japanischen und chinesischen Touristen wegen. Wir werden auch heute wieder nicht enttäuscht. Von Designer bis schratig ist wieder alles dabei. Lange, schicke Kleider, gerne auch in weiß. Auch das Schuhwerk passend oder auch nicht. Man kann auch Turnschuhe zu Kleidern tragen. Ein absolutes Rätsel ist mir jedoch, wie man mit Pumps so eine Wanderung über Treppen und unebene Wegen starten kann. Es wird wahrscheinlich entweder ein ewiges Rätsel bleiben oder ich werde nach unserem Japanaufenthalt schlauer sein und auch in Lackschühchen statt in Trekkingschuhen losziehen. Wir müssen nicht lange fahren, kaufen Tickets, wieder 30 USD pro Person, Kinder die Hälfte, ein echtes Schnäppchen also. Ja, diese Stätte will erhalten werden. Ist Unesco geschützt. Ich verstehe das. Mache mir nur langsam Sorgen um unser Budget. Wir ziehen los. Leider etwas zu spät. Die Versorgung von Levi hat uns etwas zurückgeschmissen. Dafür sehen wir viele …..okay, ich lass das jetzt. Eine große parkähnliche Anlage liegt vor dem Monilithen. Ausgrabungen und Ruinen sind zu bestaunen. Es ist schon ziemlich heiß. Die Sonne knallt vom Himmel. Auch hier versuchen wieder zahlreiche Verkäufer ihren Krempel loszuwerden. Bei Nichtinteresse laufen sie einfach mit und je weiter man sich von ihrem Platz entfernt, umso niedriger wird der Preis. Von ganz alleine. Ohne Handeln. Verrückt.

Es kommen die ersten Stufen, zum Glück auf der Schattenseite mit Wind. Es ist schon ganz schön anstrengend. Die Kinder machen prima mit. Die Chinesinnen auch, trotz Läckschühchen 😉 Je höher wir kommen, umso schöner wird der Ausblick. Es wird allerdings auch immer heißer. Die Wolkenmädchenzeichnungen dürfen wir leider nicht fotografieren. Sie sind wirklich sehr schön und gut erhalten, bzw. in den 70ern restauriert. Es wurden wohl die Brüsten geliftet… Zwischendurch wird immer wieder vor angriffslustigen Hornissen gewarnt. Es gibt zwei sehr große Nester. Ein paar Hornissen sehen wir, sie haben aber kein Interesse an uns. Meiner Schwägerin wird vom Wind der Fächer aus der Hand geweht, von der Treppe runter auf ein steiles Stück Fels. Mein Neffe weint, mein Bruder schaut ratlos, während unten bereits der Retter zu klettern anfängt. Er kann ihn holen und kommt meinem Bruder stolz entgegen. Christoph möchte ihm natürlich eine Belohnung geben und holt 150 Rupees aus der Tasche. Der Retter guckt blöd und sagt: „No, Mister. 1000!“ Sie diskutieren eine Weile, mein Bruder erhöht auf 250, er ist ja wirklich froh. Nein, auch das will er nicht. Dann lieber gar nichts, er bräuchte das Geld auch gar nicht. Komisch… Wir haben also den Fächer zurück und Geld gespart und klettern weiter. Auf dem Plateau vor den überdimensionalen Löwentatzen knallt die Sonne erbarmungslos. Wir teilen uns auf. Die Erwachsenen klettern weiter und die Kinder steigen wieder ab. So begeben wir uns also Richtung bergab. Ein fremder Guide streicht meiner Nichte über den Kopf, wofür er sich eine fängt. Sie möchte das einfach nicht. Konsequent…mit 4 Jahren! Ich bin stolz. Dieser Guide hat es aber auch nicht leicht…Er drängt seine Kundschaft an, weil er es offensichtlich eilig hat oder die Nase voll. Ein beleibter Mann schafft es an mir vorbei zu überholen. Der Guide drängt weiter…Ich drehe mich rum, sehe, wie sich eine dicke Frau die Treppen runtequält und muss schmunzeln. Sage zu den Kindern: „Er hat es aber auch nicht leicht mit der Madame“ Da grinst die Madame und sagt zu mir: „Stimmt“ Ups…sowas passiert aber auch nur mir, zum Glück war ich zurückhaltend mit meiner Äußerung…sie sah auf keinen Fall deutsch aus…Naja, wenigstens nahm sie es mit Humor.

Wir kommen wieder an unzähligen Verkäufern von Nippes vorbei, kaufen ein paar Elefanten und sagen dem Schlangenbeschwörer, es soll seine Kobra dort lassen, wo sie gerade ist. Im Korb!

Wir treffen alle zusammen auf dem Parkplatz ein und holen Levi aus dem Hotel. Weiter geht es in unserem lustigen Reisebus nach Kandy. Eine ziemlich große und wuselige Stadt, wir wohnen zum Glück etwas außerhalb. Die Tanzveranstaltung sagen wir nach dem Studium der Tripadvisor Rezensionen ab. Dafür hüpfen wir in den kalten Pool und trinken kaltes Bier, das ist viel besser. Das Programm wäre sonst viel zu stramm, gerade auch für die Kinder. Am Abend brechen wir auf, um den Zahntempel zu besichtigen. Wir kaufen Lotusblüten für Buddha und werden durchsucht. Im Tempel ist gerade Zeremonie. Es ist brechend voll und ziemlich laut. Es wird getrommelt und geflötet. Das Tempelgelände ist recht groß, wir geben unsere Schuhe ab und stürzen uns ins goldene Tor. Es ist wunderschön, auch die Atmosphäre ist einzigartig. Wie ernst die das alles nehmen….Jeder, der noch mehr oder weniger funktionstüchtige Beine hat, ist da. Lange stehen sie an, die beten wollen. Wir sind in der Nichtbetbahn und dürfen durch ohne zu warten, Ich werde meine Blumen los, sende Grüße an alle und auch an Buddha und Bela bekommt von einem zahnlosen netten Mann weitere Blumen geschenkt. Der ganze Altar ist proppevoll mit Blumen. Es riecht herrlich. Hell erleuchtet mit Kerzen und Mondlicht entsteht ein einzigartiges Licht. Wir werden vom Bus wieder abgeholt und fahren ins Hotel. Dort haben wir uns zum Abendbüffett angemeldet. Hier nun wieder ziemlich irdisch alles…Vier Touristen aus Russland laden sich den Teller voll, probieren und schieben ihn angewidert in Richtung Tischmitte. Nehmen sich die Desertananas und Melone direkt mit der Platte vom Büffett und verschwinden, nicht ohne dem Personal nochmal abfällig die Bestellung für die Getränke entgegen zu rotzen. Ich bin entsetzt. Die anderen, die es mitbekommen, ebenso. Naja, wie war das mit dem Karma? Meine Schwägerin hat ja verstanden, was sie gesagt haben und erklärt, sie gehen jetzt an den Tisch neben dem Pool…so sitzen sie direkt, aber sowas von direkt, neben dem Pool an dem einzigen Tisch, schick mit Kleid, geschminkt und die Haare gestylt, als die Kinder fragen, ob sie baden dürfen….Steilvorlage…natürlich dürfen sie…Anregung unsererseits: wer macht die größte Arschbombe? Sie erfinden noch das Tsunamispiel, dabei schwappt ziemlich viel Wasser über den Beckenrand. Die Gesichter der anderen Gäste sind ein Spektakel. Ich bin sehr stolz auf die Kids!!!

5.Oktober

Wir wachen früh auf, Bela geht los, um die anderen zum Frühstück zu wecken. Wir diskutieren ein wenig und Bela verlässt schmollend das Zimmer. Als wir rausgehen, sehen wir, das sowohl Mikes rechter Wanderschuh, als auch sein rechter Laufschuh fehlen. Wir vermuten einen Scherz von Bela, weil er ja geschmollt hat. Aber: er war es nicht! Wo sind also die Schuhe? Affen gibt es hier nicht. Aber Hunde…Der Hotelbesitzer hilft uns suchen. Er findet einen Schuh nebenan auf einem zugewachsenen Grundstück und den Wanderschuh ziemlich angekaut auf der Straße. Wir freuen uns, weil es schwierig gewesen wäre mit dieser Konstellation Schuhe. Ab jetzt wird nichts mehr draußen gelüftet, auch, wenn es riecht, wie bei keinem anderen. Wir frühstücken auf dem gemütlichen Balkon des River Villa Hotels und brechen auf nach Kandy. Heute wollen wir den Botanical Garden unsicher machen. Es ist wunderschön. Dieser botanische Garten hat seine Wurzeln im 14. Jahrhundert, wurde erweitert, vernachlässigt, erweitert, zerstört und gehört mittlerweile zu den „must see“ in Sri Lanka.

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Er ist wunderschön angelegt, man darf überall auch auf den Rasen, die Kinder dürfen toben, genauso wie die Äffchen, die hier rumpesen. Es gibt Veranstaltungen für Schulklassen mit ca 50 Kindern in Uniformen, sowie Teambuilding Maßnahmen für Arbeitnehmer. Oft hören wir Applaus, meistens stehen alle in einem großen Kreis. Ich vergesse mich im Orchideenhaus, obwohl es gar nicht so groß ist.

Wir fahren weiter nach Nurawa Eliyah. Ein Ort im Hochland. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch weitläufige Teefelder. Wunderschön an den Berghängen gelegen. Viele von ihnen, bzw die dazugehörigen Fabriken haben englische, schottische oder auch niederländische Namen. Wir besichtigen eine Fabrik namens Glenloch. Als erstes muss ich schnell auf die Toilette. Ich stehe also an der Damentoilette an, als eine Dame -ich vermute aus Korea- in das Toilettengebäude reinrennt und ohne zu gucken in die Herrentoilette abbiegt. Schmunzelnd warte ich und werde nicht enttäuscht. Es dauert ca 45 Sekunden, dann kommt erst der Schrei, dann ein Herr und schließlich die völlig verwirrte, immer noch schreiende Koreanerin aus der Herrentoilette raus. Wir bekommen eine Führung auf deutsch und verstehen nicht so viel. Wir sehen die Trocknungsmaschinen mit großen Ventilatoren, Sortiermaschinen und Frauen bei der Arbeit an diesen Maschinen. Als wir unsere Führerin etwas auf deutsch fragen wollen, wird schnell klar, dass sie den kompleten Text einfach auswendig gelernt hat und selbst kein Wort deutsch versteht.

Es ist trotzdem interessant, auch für die Kinder. Wir lernen zum Beispiel, grüner Tee aus dieser Plantage sei gut gegen Diabetes und Ätzkrankheit. Keiner weiß, was das ist, keiner möchte fragen. Auf einer Terrasse bekommen wir BOPF (broken orange pekoe fannings) zum Testen. Sehr lecker, dazu bestellen wir Brownies. Wohl auch lecker, ich habe keins probiert. Wir gehen durch den Laden und packen uns die Einkaufskörbe voll. Bis wir durch eine Tür gucken und viele Kartons aus Hongkong, China und sogar Deutschland sehen, in denen eindeutig Tee transportiert wurde. Wir verlieren den Glauben daran, hiesigen Tee im Korb zu haben und packen wieder aus. Zumal wir auch so merkwürdige Antworten bekommen auf unsere Nachfragen. Die Asiaten stört das nicht, sie bezahlen Hunderte Dollar und kaufen mehr, als sie tragen können. Vielleicht haben einige von ihnen die Ätzkrankheit…

Wir stoppen an den Ramboda Waterfalls. Weil die dortigen Guides uns einen kleinen Fussmarsch bergab wohl nicht zutrauen, werden wir alle 11 in einen kleinen Minibus gequetscht und mit Achterbahnfeeling das kurze Stück eine megasteile Strasse runtergefahren. Wir verlassen uns einfach auf die Bremsen dieses altersschwachen Wagens.

Wir gehen durch ein Hotel, fahren in einem Panoramaaufzug hinunter und ein paar Stufen weiter kommen wir an eine Badestelle. Die Kinder sind begeistert. Die Steine sind glatt, das Wasser sehr kalt und so kam eins zum anderen….bis einer fiel…zum Glück nicht schlimm. Es gibt sogar eine natürliche Dusche. Es ist wirklich sehr erfrischend. Nach einer Stunde fahren wir weiter Richtung Hotel.

Der Ort Nuwara Eliyah wird auch little England genannt. Manches erinnert hier tatsächlich daran. Unser Hotel ist etwas außerhalb auf einem Berg. Es ist wirklich kalt, so kalt, dass das Bettzeug klamm ist und wir uns wärmer anziehen müssen. Wir gehen Tuktuks suchen und fahren in die Stadt.

Wir stürzen uns ins Getümmel und finden ein Lokal, in dem viele Einheimische zum Essen sitzen. Prima. Wir essen wieder sehr lecker und günstig, auch wenn die Auswahl heute schwer fällt. Es ist Vollmond, das ist immer Feiertag. D.h. viele Dinge, die auf der Karte stehen, gibt es heute nicht. So auch Bier. Das gibt es an Vollmond im ganzen Land nicht zu kaufen, auch nicht in den Shops. Die sind hier übrigens mit Gittern geschützt. Im Supermarkt gibt es den Alkohol in einer eigenen Abteilung mit separaten Eingang, einem Kassierer, einem Einpacker, einem Berater und zwei Sicherheitsmännern. Nach dem Essen gehen wir mit den Kindern Geschäfte anschauen, es dauert nicht lange und sie bekommen eine hoffnungsvolle Vorführung eines Polizeiquads aus häßlichem Plastik, was schreckliche Geräusche macht. Es steht direkt über den Glitzerschühchen, gefährlich, wenn eine 4 Jährige kleine Lady dabei ist…

Wir verschwinden früh im Bett, morgen müssen ein paar von uns um 4:30 Uhr aus den Federn. Wir gehen wandern

6. Oktober

Zu sechst warten wir um kurz vor 5 auf unseren Shuttle zu den Horton Plains, dem Ende der Welt und dem kleinen Ende der Welt. Es ist schweinekalt und total nebelig. Wir brauchen eine Stunde bis zum Eingang des Nationalparks. Ich bekomme Anweisung, welche Tickets ich holen soll und werde losgeschickt….nur, weil ich vorne gesessen habe. Ich stelle mich in die Schlange. Es ist kurz nach 6 Uhr, es ist schon ganz schön voll, so wie sich auf der Zufahrtstrasse die Autos gestapelt haben, stehen jetzt hier Menschen, die schon alleine an ihrer Aufmachung schnell zuzuordnen sind. Kleidchen und Lackschühchen aus China, Vaude und Schöffel aus USA, Kanada oder Deutschland. Ich schöffel mich dazu (das alles ohne Kaffee übrigens, wir hatten jeder ein Frühstückspaket mit Toast ohne Rand, aber mit salziger Butter, Schokoriegel, undefinierbare Wurst in Plastikfolie, Banane in Plastikfolie und ein gekochtes Ei in Plastikfolie, beides noch nicht geschält, da frage ich mich, warum das dann in Plastikfolie gepackt wird. Das Ei roch komisch, war aber nicht schlimm, es war sicherheitshalber 20 Minuten länger gekocht…) Es ist total kalt, ab und zu kommt immer mal so ein Nebelwind auf die Plattform. Zum Glück habe ich nicht nur Vaude, sondern auch Engelbert Strauss, der mich warm hält 😉 Ich bin dran, hole Tickets und renne zum Auto, als ob der Teufel hinter mir her ist, springe rein und es geht los. Wir fahren noch ein ganzes Stück, bis wir auf dem Parkplatz ankommen. Ich musste für den Fahrer auch Eintritt bezahlen, obwohl er auf dem Parkplatz wartet. Wir müssen die Label von unseren Wasserflaschen abpiepeln, Plastik ist verboten. Gut, dass wir die Frühstücke schon gegessen haben, die mit dem ganzen Plastik. Es werden tatsächlich die Rucksäcke kontrolliert. Zigaretten und Feuer ist auch verboten, meine Schwägerin packt es sich in ihre Kaputze, so clever ist niemand. Die Asiaten bekommen ihre Plastiktüten abgenommen und die in Plastik eingepackten Schokoriegel werden in Papiertüten umgepackt. Später sehen wir dann die Snickersfolien im Gebüsch…Soviel dazu. Ein kurzer Besuch auf der einzigen Toilette, wird von Azul mit lautem Würgen gewürdigt. Es ist aber auch echt ekelhaft…. Wir wandern los, anfangs noch ein bisschen im Nebel, dann kommt die Sonne raus. Es ist wunderschön. Die Landschaft ist fantastisch und das Licht um diese Uhrzeit fast magisch.

Lange gehen wir alleine, stoppen immer wieder für Fotos oder um diese frische Luft noch ein bißchen bewusster und tiefer einzuatmen, bis uns eine Gruppe laut lamentierender mit Mundschutz (!) ausgerüsteter in Kleidchen und Ballerinas gekleideter Chinesinnen einholt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie die Geräusche der Frösche gehört haben. Gesehen haben wir die Frösche nicht, aber lange gesucht. Wir sind an ein paar kleinen Tümpeln vorbeigekommen und wurden angequakt. In diesem Nationalpark entspringen gleich fünf der größten Flüsse Sri Lankas.

Wir sehen einige Vögel, Sambahirsche und Insekten, hören Frösche, die wir auf der gesamten Wanderung nicht sehen werden. Die Kinder philosophieren über Animes und haben einen Sprechflash. Hauptsache sie meckern nicht. Wandern ist schließlich sehr langweilig.

Wir kommen an Wasserfällen vorbei und müssen ein schönes Stück bergab klettern, sehen verunglückte Chinesen, die in ihren Sambalatschen einfach keinen Halt haben. Und immer wieder kommt uns ein weißes Kleid entgegen. Der Rundkurs ist etwa 9 Kilometer lang, es wird phasenweise auch um diese Uhrzeit schon, ziemlich heiß. Schön ist es trotzdem. Der Ausblick ist grandios, besonders als wir an Worlds End kommen:

Der Hammer. Und das ganz ohne Geländer. Natürlich ist es proppevoll an diesem tollen Platz, ein Wunder, dass niemand abstürzt. Die Kinder waren bisher ganz tapfer, nun kommen allerdings die ersten Ermüdungserscheinungen. Wir wandern in einem trockenen Flußbett über die Steine. Wir hören Affen kämpfen, sehen aber leider nur ein Streifenhörnchen. Wir fahren mit unserem Bus durch schöne Landschaften, jetzt auch ohne Nebel.

Wir kommen an den riesigen Weiden einer Milchkuhfarm vorbei, unser Fahrer hält ganz aufgeregt und erkärt und, das seien Kühe. Die geben die Milch. Wir erzählen ihm, dass es in Deutschland auch Kühe gibt. Jetzt ist er überrascht.

Wir treffen den Rest der Gruppe am Bahnhof in der Nähe von Nuwara Eliyah und warten auf unsere Eisenbahn. Genau wie bei der Deutschen Bahn, haben wir etwa 40 Minuten Verspätung, dann kommt noch die Verspätung in der Verspätung und 70 Minuten später geht es endlich los. Es ist total voll, die Leute schmeißen ihr Gepäck durch die Fenster, die Chinesen versuchen das mit ihren Kindern. Alle sind sehr in Hektik, haben Angst, es nicht mehr rechtzeitig in den Zug zu schaffen. Der Zug hält lange genug. Wir haben Platzreservierungen und müssen erstmal ein paar Chinesen wegschicken. Die Fahrt ist echt schön. Wir sehen Landschaften, die wir auf der Straße so nicht sehen.

Es ruckelt wie bei uns vor 50 Jahren. Viele Leute sitzen in den Türen und lassen die Beine nach draußen baumeln. Er fährt nicht schnell, dieser Zug. An jedem Bahnhof herrscht geschäftiges Treiben, Verkäufer versuchen Essen durch die Fenster zu verkaufen.

Azul versteht nicht, warum wir Zug fahren, weil doch die Fahrt mit dem Bus viel schneller gewesen wäre. Zugfahren ist oft ein tolles Erlebnis.

Wir kommen in Ella an und werden ins Ella Gap Panorama Hotel gebracht. Es liegt fantastisch auf dem Berg in den Hang integriert. Alle Zimmer haben riesige Fensterscheiben und schöne Balkone. Der Ausblick ist der Oberhammer.

Stundenlang hätte ich dort stehen können. Ich gehe auf die Terrasse und bestelle Tee, setze mich vor das Geländer, schreibe Blog und genieße es!

Die Temperatur ist angenehm, endlich mal nicht zu heiß. Fast ein bisschen frisch. Abends fahren wir mit Tuktuks in die Stadt und entern eine Bar. Wir schlafen gut!

7. Oktober

Am ziemlich frühen Morgen werde ich durch Lärm geweckt.

Unser Balkon ist voll mit Affen, die ein Heidenspekatakel veranstalten. Zum Glück haben wir aus Kandy gelernt und hatten nichts draußen. Bela wacht mit Fieber auf…Eigentlich war eine Wanderung auf den Little Adams Peak vorgesehen.Die findet dann wohl ohne mich statt. Wir gehen hoch zum Frühstück. Es steht schon ein Tablett mit Kaffee auf der Terrasse. Es dauert nicht lange und wir haben Besuch von ziemlich vielen Affen. Einer kommt an den Tisch, wird pampig, als wir ihn vertreiben wollen, droht uns mit seinen Zähnen und stibizt die Zuckerdose. Er setzt sich auf das Geländer und schleckt den Zucker pur, alle Kinder werden neidisch, weil sie das nicht dürfen. Als die Dose leer ist, fliegt sie mit Karamba auf die Terrasse zurück.

Die anderen brechen auf zum Gipfelsturm, ich mache Wadenwickel. Die Wanderung war wohl recht anspruchsvoll, vor allem, weil es schon so heiß war an diesem Morgen. Es ist ein Rundweg ohne Rundweg zu sein mit krassen Kletterpassagen. Sie trugen wieder gutes Schuhwerk und wurden Einheimischen in Flipflops überholt. Am Fuß des Berges gab es wieder eine Reihe von Verkäufern und Schlangenbeschwörern, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollten. Einer wollte Levi unbedingt seinen Affen auf die Schulter setzen und konnte nicht verstehen, dass er das nicht wollte. Sieben Mal musste er nein sagen. Weiterfahrt nach Tissamaharama zum Hotel. Wir kommen an und springen in den Pool.

Abends nehmen wir uns Tuktuks und fahren zur Haupstrasse zum Essen. Während wir auf der Suche nach einem Restaurant sind, gibt Bela auf einmal Schlangenalarm. Er hat mich gerettet, ich wäre sonst draufgetreten, schließlich war es bereits dunkel. Es ist ein Python. Etwa zwei Meter lang und recht dick. Er schlängelt sich an uns vorbei und bleibt entspannt in einem Garten liegen. Wir finden den Rest der Gruppe bereits am Tisch im Lokal und erzählen davon. Mike ist total aufgeregt: „Immer passiert so etwas, wenn ich nicht dabei bin“ und schwupps ist er weg. Ein paar weitere folgen ihm. Sie bleiben ca 20 Minuten weg und kommen wieder mit Fotos und Videos.

Der Python wurde gefangen, es hat allgemeine Aufruhr gegeben. Das beruhigt mich. Es ist wohl doch nicht alltäglich, dass sich hier Schlangen rumtreiben. Ich bin stolz auf Bela, weil er ihn entdeckt hat, es war wirklich nicht leicht.

8. Oktober

Wir stehen wieder um 4:30 Uhr auf, es ist Safaritag. Wir werden mit Jeeps abgeholt und zum Nationalpark Yala gefahren. Anbei ein paar Bilder, mit Worten kann ich es schwer beschreiben.

Tiere gab es einige. Krokodile, Wasserbüffel, Tukane, Pfauen, Affen, ein Gerippe eines Rehs, welches von einem Python gefressen wurde, Rehe lebendig und Hirsche, Schmetterlinge und wahnsinnige Landschaften. Einen Staudamm und wieder viele japanische Touristen. Es ist wunderschön. Um 8 Uhr aber bereits 30 Grad warm…Auf der Rückfahrt werden wir blockiert. Der Fahrer hält direkt neben ihm an und mir rutscht das Herz in die Hose. So ganz ungefährlich sind Elefanten ja auch nicht. Und von Angesicht zu Angesicht, macht er mir ein bisschen Angst. Zumal unser Jeep für ihn kein großes Hindernis darstellt.

Heute ist mein Abreisetag und für die anderen Strandhotelbeginn. Wir gehen noch gemeinsam in Matare Mittagessen und treffen meinen Fahrer zum Flughafen. Es fällt mir schwer, Bela noch mehr, aber ich freue mich auf eine Woche zu Hause.

Ich besuche meinen Papa, der nach 6 Wochen Koma endlich wieder wach geworden ist.

Indessen regnet es in Beruwala vom 8. bis 13. Oktober täglich, die rote Fahne weht am Strand wegen der Brandung. Ich habe in Gießen den goldenen Oktober und viel Freude mit meinen Eltern. Die Reisegruppe erlebt natürlich dennoch tolle Sachen. Sie machen eine Bootsfahrt durch eine Lagune und setzen sich Krokodile auf den Kopf…

Mike verschenkt meine Hose…

und der Spaß kommt auch nicht zu kurz:

Was wir in Sri Lanka gelernt haben:

Nicht alles so eng sehen

Wie wir die Menschen erlebt haben:

Sehr nett, sind aber immer darauf aus, einen über Tisch zu ziehen

Unser großes Abenteuer

29. September 2017

Von der Idee bis KU172 Sitze 26 A-F:
„Müssen wir wirklich für die eine Nacht die Rucksäcke auspacken?“, fragen die Kinder in Iguazu/Argentinien. Wir denken nach! Die Idee einer langen Reise entstand.
Das war im August 2014.
Jetzt sitzen wir im Flieger KU172 auf dem Weg von Frankfurt nach Colombo/Sri Lanka, dem Startpunkt unserer Reise für die nächsten 6 Monate.


Zu Hause haben wir für die Planung eine Weltkarte ins Eßzimmer gehängt und kleine Karteikärtchen besorgt, auf die jeder seine Wünsche oder Ideen für Reiseziele aufgeschrieben hat. Bela wollte wahnsinnig gerne nach Polen, Levi nach Japan und Joshua nach Neuseeland. Ich wollte nach Panama, Mike hat gesagt, er geht mit uns überall hin. Azul aus Argentinien (wir haben sie als „Tochter“ nach einem Gastschulaufenthalt behalten) kommt mit und freut sich auf alle Ziele.
So entstand nach und nach eine schöne Reiseroute, leider ohne Polen. Da fahren wir mal am Wochenende hin. Wir hatten zu Beginn die Idee, die Reise mit der transsibirischen Eisenbahn zu starten. Allerdings wollte niemand von uns im Oktober bei Eis, Schnee und Dunkelheit ab 15:30 Uhr durch Sibirien fahren. Verschoben auf Sommer. Die Idee 6 Monate mit dem Auto durch Südamerika zu fahren haben wir ziemlich schnell aufgegeben. Es wäre einfach unbezahlbar gewesen, egal für welche Variante (mieten, kaufen oder eigenes Auto mitnehmen) wir uns entschieden hätten. Man mag es kaum glauben, aber ein Trip einmal rundherum mit dem Flugzeug ist wesentlich günstiger.
Dann kamen Informationen und Geld sammeln dazu. Wir haben gearbeitet, extra Dienste geschoben, mehr Patienten angenommen, als der Freizeitgestaltung und dem Familienleben gut tat, uns zu Geburtstagen und Weihnachten Zuschüsse gewünscht und sparsam gelebt in der Vorbereitungszeit. Zum Schluß noch unseren geliebten VW Bus verkauft und die Kinder arbeiten geschickt. Wir haben verglichen und gerechnet, Round the World ticket vs. One Way Flüge, auch da kamen wir wieder schnell zu einem eindeutigem Ergebnis, One Way Flüge sind erheblich günstiger als das RTW Ticket. Der Flug nach Sri Lanka beispielsweise kostete 210 Euro pro Person, das ist nicht so teuer. Außerdem fühlen wir uns flexibler und können auch mal umplanen (was dann leider auch notwendig wurde). Lediglich bei der Einreise in manche Länder muss man ein Aus- oder Weiterreiseticket nachweisen. Aber das sollte kein Problem werden. Wir wurden bereits in Frankfurt das erste Mal gefragt, wir konnten unsere Weiterflüge auf die Malediven vorzeigen.
Wir hatten die Idee, etwas pädagogisch sinnvolles einzubauen und haben Referate verteilt. Jeder hat sich ein Land ausgesucht, ein Referat vorbereitet (oder so getan) und es, außer Bela, dem Helden, nie vorgetragen. Belas Referat handelte von den Malediven und war nach spannenden 3 Minuten schon wieder vorbei. Er hat herausgefunden, dass sich auf unserer Insel auch das Gefängnis befindet. Da es eine Einheimischen Insel ist, dürfen Azul und ich nicht im Bikini an jeden Strand. Über diese Info war ich zutiefst dankbar, obwohl wir es ja bis zum Knast nicht weit gehabt hätten 😉 Also tragen wir ein Kleidchen und werden keinen Sonnenbrand haben.
Den Start der Reise haben wir bewusst auf den 29.9.2017 gelegt, damit ich am 1.10. an meinem 45. Geburtstag nicht im Flugzeug sitze, sondern mit der ganzen Mischpoke im Guesthouse Garten ein nettes BBQ haben kann. Und: in Thüringen gibt es Herbstferien, zur Freude aller werden wir die ersten 14 Tage von meinem Bruder, seiner Frau und ihren drei Kindern begleitet. Von ihnen kommt auch die Idee, nach Sri Lanka zu reisen. Das hat bei uns auf keinem der Karten gestanden. Wir werden eine Rundreise machen und ein paar Tage an den Strand, das folgt alles später, genauer und mit Bildern.
Die Hindernisse, wie z.B. Schule (war gar kein Problem) und Arbeitgeber (das schon eher…jedenfalls phasenweise) haben wir erfolgreich beseitigt. Die Reaktionen auf unser Projekt waren unterschiedlich, meist positiv und bewundernd („ihr habt ja Mut“, „das würde ich mich nicht trauen“, „was macht ihr mit den Kindern?“) und nur selten negativ („naja, wenn man es kann, ich könnte es nicht“, „Ihr müsst ja Geld haben“ usw… meist ging es ums Geld, dabei ist so eine Reise günstiger als man denkt, wenn man so reist wie die meisten Weltreisenden) Unsere Eltern waren jetzt nicht unbedingt begeistert, konnten es aber verstehen, haben uns unterstützt und wünschten uns vorhin alles Gute. Wir sind nun in den Trip unseres Lebens gestartet und haben das Haus voll mit Scratch Maps, weil viele unserer Freunde fanden, es sei eine tolle Idee für nach der Reise. Wenn wir zurück kommen, können wir in jedem Zimmer zwei davon aufhängen und haben sogar noch eine für Polen übrig 😉 Die Suche nach Zwischenmietern gestaltete sich etwas schwierig, niemand brauchte unser Haus so richtig. Bis wir dann auf einer Familienfeier in der Verwandtschaft fündig geworden sind. Für uns gut, denn wir wissen das Haus in guten Händen und brauchten nicht alles leer räumen.

Ein kurzer Überblick vorab:
Sri Lanka (Rundreise und baden)
Malediven (erholen von Sri Lanka, tauchen und Eier schaukeln)
Japan (ein grober Einblick mit Tokyo, badenden Affen, Kyoto und Hiroshima)
Vietnam (Hanoi, Halongbucht mit Schiff, Wasserfälle an der chin.Grenze und Mikes 50.Geburtstag)
Neuseeland (zu fünft im Wohnmobil – Jupheidi)
Argentinien (heilig Abend in Buenos Aires)
Patagonien, ab da der Nase nach, immer mit Rückenwind
Gewünscht ist: Chile, Ecuador, Bolivien, Panama, mal schauen, wo wir hängen bleiben, eine Farm und Pferde kaufen und ein Hostel eröffnen
Nachdem uns die weiße Flotte (vielen Dank nochmal liebe Kerstin, Dori, Amani und Bibiana) aus Bad Wildungen nach Frankfurt an den Flughafen gebracht und uns tränenreich verabschiedet hat, sitzen wir jetzt im Kuwait Airways Flug KU172 von Frankfurt nach Colombo über Kuwait. Dort haben wir 4 Stunden Aufenthalt. Der Flughafen ist nicht schön, aber dafür dreckig! Das WLAN funktioniert gar nicht (Problem today, Mähääm) die Toiletten besucht man besser nicht. Der Eistee ist zu süß und überhaupt…wo sind die Reichtümer der Kuwaitölförderung hingekommen? Nicht an den Flughafen. So ziemlich der grottigste Flughafen, den ich je gesehen habe und das waren schon einige! Mein Bruder reist mit Familie standesgemäß im A380 über Dubai an 😉

Eine kurze Abhandlung zum Thema packen und Versicherungen: Generell haben wir noch nie Probleme mit Packen gehabt. Als wir in 2011 für 6 Wochen nach Malaysia geflogen sind, ging der Zug zum Flughafen um 19:30 Uhr und ich habe um 17 Uhr mit dem Packen begonnen. Deshalb konnte ich auch die Kommentare bezüglich des Gepäcks nicht verstehen: „Was muss man denn um Himmels Willen alles mitnehmen?“ Ganz einfach: Nicht viel! Wir haben Sachen für etwa eine Woche dabei. Wenn es mal kälter ist, können wir alles übereinander anziehen. Vorgesehen ist das nicht, deswegen reisen wir ja viel auf der Südhalbkugel der Sonner hinterher. Mitgenommen haben wir in etwa: 5-6 T-Shirts (davon eins aus Merinowolle, was wärmt oder kühlt, je nach Bedarf) eine lange Hose (wir haben Engelbert Strauß oder Vaude) eine Pluderhose (Goahose) zwei kurze Hosen ein langes Oberteil eine leichte Jacke Badesachen ein großes Handtuch, was man notfalls auch zum Zudecken verwenden kann zwei Sarongs (insgesamt, nicht jeder) Sportklamotten 3 Paar Socken entsprechend Unterwäsche ein Paar Trekkingschuhe (Salomon) und natürlich Flipflops…wir haben uns für myvale entschieden, die sind nach unserem Fußabdruck maßgefertigt und furchtbar bequem! Ein herzliches Dankeschön an Markus Schott für die Unterstützung http://www.myvale.com). Duschgel und Co haben wir nicht mitgebracht, das gibt es überall zu kaufen. Mike und ich haben jeder zwei Kreditkarten, eine Visa und eine Masterkarte. Mit der Visa kann jeder von uns 12 Mal kostenlos weltweit abheben. Wir haben US Dollar und Euro als Bargeld dabei. Meine Medizintasche ist gut gefüllt, dennoch nicht zu groß, wir reisen ja nicht in den Busch. Mit Sicherheit werden wir etwas brauchen, was wir nicht dabei haben. Komischerweise gibt es überall Apotheken, die Medizin verkaufen, die teilweise sogar so heißt wie in Deutschland. Wir haben lange nach Reisekrankenversicherungen geforscht und verglichen, Reiserücktritt haben wir über die Kreditkarten, die brauchten wir nicht. Letztenendlich haben wir uns für die Versicherung des ADAC entschieden. Sie war im Vergleich zu den Leistungen der anderen die günstigste. So haben wir als Erwachsene für sechs Monate als ADAC Mitglied 240 Euro bezahlt, für Bela 155 Euro. Levi kommt nur drei Monate mit, für ihn haben wir 70 Euro bezahlt. Dennoch hoffen wir, sie nicht in Anspruch nehmen zu müssen.

Ostern auf Bali, Lombok und Gili Trawangan

25.03.2016

Es ist wieder soweit, die Reisefamilie reist endlich wieder nach Asien.
Diesmal geht es nach Indonesien: Bali, Lombok und Gili Trawangan, kurz Gili T.

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Wir starten ausnahmsweise pünktlich in Kassel Wilhelmshöhe. Die Bahn hat mal keine Verspätung.
In Frankfurt geht auch alles zügig, alle sind nett und gründlich, so steckt allen noch der Anschlag auf dem Flughafen in Brüssel in den Knochen.
Die Zeit vergeht rasch und schon sitzen wir im Flieger der Qatar Airways auf dem Weg nach Doha, unserem ersten Etappenziel.
Die Airline ist top. Genug Platz, tolles Entertainment, wir holen alle Filme nach, die wir im Kino nicht geschafft haben zu schauen.
Das Essen ist super und der Service ebenso.

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Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die 5 Stunden bis Doha schnell vergehen.
In Doha ist es bei der Landung bereits 23:50 Uhr und wir haben drei Stunden Zeit. Mitten in der Nacht, dennoch ist alles geöffnet und wir langweilen uns nicht:

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26.3.2016

Pünktlich geht es weiter nach Denpasar/Bali.
Da dieser Flug knapp 9 Stunden dauert und alle müde sind, schlummern wir seelig nach einem leckeren Abendessen ein.

Die Ankuft auf Bali funktioniert reibungslos, Zoll, Gepäck, Immigration klappt alles fix.
Unser Fahrer steht mit Schild in der Halle. Schon beim Verlassen des Flughafens riechen wir Asien und freuen uns, obwohl wir alle ziemlich müde sind. Auf gehtˋs ins Kudesa Homestay, wo wir die ersten zwei Nächte bleiben.

Wir genießen alles vom ersten Moment an. Die Fahrt durch die wuselige Stadt, der Verkehr bleibt aufregend während der kompletten Fahrt.
Wir lernen viel über das Verständnis von Raum und Zeit auf Bali. Google Maps sagt, unser Homestay ist 25 KM vom Airport entfernt. Der Fahrer sagt, es ist sehr weit, 60 KM und mindestens 2 Stunden. Er glaubt dran und wir sind nach 40 Minuten und ca 23 KM in unserer Unterkunft 😉
Das Kudesa Homestay ist ein kleines, familiäres Guesthouse mitten im Hinterland.
Unsere Badezimmer haben kein Dach. Bela hat Angst, dass Affen kommen und sein Kulturtäschchen klauen, deshalb nimmt er es ins Zimmer.
Dann sofort in den Chillmodus verfallen. Bier bestellt, Kinder planschen im Pool, Gastgeber total nett, alles hübsch 😉
Nach dem Abendessen fallen wir in die Betten.

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27.3.2016

Ich kann schon ziemlich früh nicht mehr schlafen und habe ein Uhrzeit Problem.
Wir sollen um 9 Uhr abgeholt werden, deshalb wecke ich Levi bereits 6:30 Uhr, was aber tatsächlich erst 5:30 Uhr ist. Also: Anschiss.
Also warte ich, bis der Pool gesaugt wurde und schwimme eine Runde…es ist schon schön warm draußen und der Pool ist mit 30 Grad auch keine sonderliche Erfrischung.
Aber ich habe ihn für mich alleine, ebenso die morgendliche Stimmung, samt Muezzin Gesang.
Zum Frühstück gibts Pancake und Omelette.
Der Fahrer ist pünktlich, hat keinen Namen und ist total lustig. Spricht sehr gut deutsch, hat er mit CD im Auto gelernt.

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Es verspricht ein schöner Tag zu werden.
Heute erkunden wir einen kleinen Teil von Bali:
Tiger Tempel, alle müssen Sarongs anziehen.

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Es ist ein Hindu Tempel. Alle sind am Werkeln und bauen, weil in ein paar Tagen eine Zeremonie/Tempelfest stattfindet.

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Weiter gehts zum Wasserquelletempel. Witzigerweise das Kalenderblatt von März bei uns in Gudensberg im Flur…

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Der Pura Tirta Empul ist einer von Balis wichtigsten und heiligstenTempelanlagen.
Es ist wunderschön und seit kurzem Unesco geschützt.
Er ist vor allem wegen seiner heiligen Quellen bekannt.
Hinuistische Gläubige kommen regelmäßig hierher, um sich zu reinigenund von Krankheiten und Problemen zu befreien.

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Jede der einzelnen Fontänen ist für eine bestimmte Aufgabenstellung zuständig.
Die genaue Zuordnung ist heute nicht mehr bekannt, also lieber auf Nummer sicher gehen und unter jeder Fontäne ein Reinigungsritual durchführen.
Tirta Empul ist das balinesische Wort für sprudelnde Quelle.

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Auf dem Weg zum Auto erleben wir Spießrutenlauf durch eine Menge Shops: Mähäm…Sarrrong…good prrrice.
Die lassen einen nicht in Ruhe und verfolgen dich, während sie bei Nichtinteresse immer weiter runter gehen im Preis.
Bela und ich kaufen einen Fächer, haben nicht gut gehandelt, zahlen viel zu viel und beschließen, dass wir das schnell lernen müssen.

Nächste Station ist eine Kaffeeplantage, in der es auch Luwak Kaffee gibt.
Was nichts anderes heißt, als Kaffe, der einmal als Bohne durch eine Katze gewandert ist und als Kacke wieder raus kam. Mir hat es nicht geschmeckt, schon allein die Vorstellung machte das auch unmöglich. Es gibt auch Catpoochino 😉

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Auf der Weiterfahrt geht es durch wunderschöne Reisfelder, ich glaube, ich habe in meinem Leben noch nicht so ein Grün gesehen.

Dort haben wir eine kleine Lunchpause, es gibt gebratenen Reis mit Bier und Cola, was sonst;)

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Als letztes Ziel haben wir einen Wasserfall auf der Liste.

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Es ist schweineheiß und wir müssen viele Treppen runter und natürlich später auch wieder hochlaufen.
Der Wasserfall ist so mittelmäßig, haben schon wesentlich schönere gesehen. Bela merkt das nicht und hüpft fröhlich in die braune Brühe!

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Ausflug um 16 Uhr beendet, wir sind alle platt und gehen wieder in den Chillmodus, haben ja schließlich Urlaub.
Bela spielt im Pool mit Imani aus Kenia, die wir erstmal über unsere Amani mit Viertel Tansania in Kenntnis setzen. Ihre Mutter ist ganz entzückt. Sie wohnen in der Schweiz. Imani ist von Belas Schwimm- und Tauchkünsten ganz begeistert und versucht, ihm alles nachzumachen.
Unterhalten ist schwierig, sie spricht französisch. Aber Kinder brauchen keine Sprachen!

Der Tag geht gemütlich zu Ende.

28.03.2016

Heute gibt es wieder das leckere Pancake Frühstück…
Um 10 Uhr werden wir abgeholt und nach Padang Bai an den Hafen gebracht. Dort geht unser Speedboat um 13 Uhr nach Lombok.
Als wir ankommen und unsere Tickets zeigen, herrscht große Aufruhr. Dieses Boot fährt gar nicht nach Lombok heute um 13 Uhr, nur um 9 Uhr. Oh Shit, typisch Asien…
Auch typisch Asien: wir sitzen ganz plötzlich um 11:15 Uhr auf einem Boot, welches nach Lombok fährt und sind wesentlich früher am Ziel, als geplant war.
Die Fahrt vergeht ganz fix, Speedboat halt…
Wir sind nur kurz an Deck, es zieht wie Hechtsuppe (was auch immer das ist) und ich habe Angst, dass Bela wegfliegt.
Wir treffen ein paar Guys aus Uruguay, erkennen sie an der Calabasse, sie trinken Mate.  Am Hafen nehmen wir ein Taxi und fahren nach Senggigi in ein wunderschönes Hotel.

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So läuft es…
Wir checken ein mit Welcome Drink und werden mit einer Elektrokarre in unsere Villa gefahren. Auch typisch für Asien, in Europa könnten wir so ein Hotel gar nicht bezahlen.
Wir wohnen am Strand in einer 250 qm Villa, jede Villa hat Zugang zum Pool von der Terrasse aus.
Das ist soooo schön 🙂

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Der Pool läuft als Kanal einmal durch das Hotel. In der Mitte gibt es eine Poolbar,
die wir erstmal testen müssen. Pisswarm selbstverständlich.
Dann geht es an den Strand.
Das Wasser ist herrlich erfrischend, was wir von Asien nicht kennen.
Der Strand ist leer, bis auf ein paar extrem nervige Verkäufer: Mähäm…Sarrrong….Aldi Prrreise.
Da hat es uns ein wenig die Sprache verschlagen.
Nach dem Strand erkundschaften wir das Örtchen.
Es gibt alles, was wir brauchen: Massage, Laundry für unsere Dreckwäsche und kleine Restaurants mit lokaler Küche und Essensstände auf Rädern.
Wir suchen eine Touristinformation und buchen Surfen für die Kinder,
kombiniert mit einem Ausflug durch einen Teil von Lombok.
Lombok ist etwas ursprünglicher als Bali.
Etwa wie dort vor 25 Jahren, als der Touristenboom so richtig losging.
Danach haben wir alle Rücken- und Fussmassage, gibtˋs hier für extrem wenig Geld.
Zum Abendessen geht es so, wie wir es lieben: Barfuß am Strand entlang.
Wir suchen uns ein nettes Lokal, sitzen auf Holzstühlen und buddeln Löcher unter dem Tisch in den Sand:)

Wir haben jetzt schon festgestellt, dass wir Lombok mögen.
Die erste Nacht ist allerdings trotz dieser luxuriösen Herberge der Horror.
Die AC im Obergeschoss ist kaputt und wir können vor lauter Hitze kein Auge zumachen.
Joshua und Levi hingegen, liegen im Erdgeschoss quasi in der Kühltruhe.
Bela zieht mitten in der Nacht aufs Sofa nach unten.

29.03.2016

Heute haben wir nichts geplant, deshalb schreiben wir auch nicht viel.
Wir haben einen Jaccuzzi auf der Terrasse, da es 6 Stunden gedauert hat, ihn zu füllen, wird er jetzt erstmal ausgekostet.
Dann ein bisschen Strand und Pool. Die Kinder futtern die kostenlosen Snacks alle weg

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Joshua und Levi müssen sich vom Reisen erholen und gehen ab 17 Uhr schlafen.
Da Bela bisher noch nicht soviel zu sich genommen hat, erfüllen wir ihm einen Wunsch und gehen mit ihm ins Steakhouse. Dort hatten wir so ziemlich  die geilsten Steaks, die wir je gegessen haben, also außer unserem veganen Familienoberhaupt 😉 Wir fahren ins Hotel und gehen schlafen, morgen ist ja surfen.

30.03.2016

Frühstück heute um 7 Uhr, wir werden schon mit Vornamen begrüßt 😉
Unser Fahrer ist überpünktlich (er heißt Hery und stellt sich als Harry Potter vor) und hat den Surftrainer gleich dabei.
Wir fahren über die Insel Richtung Hauptstadt Mataram.
Lombok gehört zu den Kleinen Sundainseln.
Auf der 4.725 km² großen Insel leben 2,4 Millionen Menschen.
Die Hauptstadt Mataram hat ungefähr 360.000 Einwohner.
Die Landwirtschaft ist mit weitem Abstand der wichtigste Erwerbszweig der Bevölkerung Lomboks. Der hauptsächlich betriebene Reisanbau ist auf Lombok weniger erfolgreich als auf der Nachbarinsel Bali.
Außerdem werden Maniok, Zwiebeln,Kokosnüsse, Bohnen und Gewürze angebaut.

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs. Sie ist von mehreren kleineren Inseln umgeben. Die bekanntesten sind die Gili-Inseln, die sich im Nord-Westen befinden. Die Hauptinsel ist gekennzeichnet von dem 3.726 Meter hohen Vulkan Rinjani, dem zweitgrößten in Indonesien.
Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus 85 % Sasak, 10-15 % Balinesen und Minderheiten von Chinesen, Arabern, Javanern und Sumbawanesen. Auf Lombok werden Indonesisch und verschiedene Dialekte der Sasak-Sprache gesprochen. Diese variieren teilweise von Dorf zu Dorf. Die Sasak sind ethnisch und kulturell eng mit den Balinesen verwandt. Ihr traditioneller Lebensstil und die überlieferte Bauweise sind in vielen Ortschaften zu sehen.
Etwa 90 % der Einwohner Lomboks sind seit dem 16. Jahrhundert Anhänger des Islams. Als älteste Moschee Lomboks gilt die 1634 erbaute Moschee Masjid Kuno Bayan Beleq in Bayan im Norden der Insel.

Knapp 10 % der Bewohner Lomboks sind aus Bali stammende Hindus, die vorwiegend im Westen der Insel leben. Ihre Tempel werden viel besucht und zeugen von der ungebrochenen Religiosität der Bevölkerung.

Die Erschließung Lomboks durch den Tourismus als weniger überlaufene Alternative zu Bali begann um 1980.

Die Hauptstadt ist quirlig, wir sind schnell durch.
Einen Stopp machen wir jedoch auf einem Dorfmarkt in der Nähe. Es ist wieder mal sehr interessant, was man so alles ohne Kühlschrank und dementsprechend auch ungekühlt, nicht mal mit Eis, verkaufen  kann.
Hühner, Fisch, Fleisch,….sogar mit Fliegen.

Wir kommen am Strand an und sind beeindruckt:

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Die Jungs sind schnell mit Boards und Anzügen ausgestattet und machen erste Trockenübungen am Strand in der prallen Sonne. Es klappt prima, also ab ins Meer.
Es dauert nicht besonders lange, bis alle vier auf dem Board stehen und durch die Wellen reiten. Die Surflehrer machen ihre Sache wirklich gut. Bela entwickelt sich schnell als bester Surfer, weil er am wenigsten nachdenkt.
Ich versuche ein bißchen zu schnorcheln, das geht aber leider nicht, weil durch die Wellen der Sand so aufgewüht ist, dass man nichts sieht.
Also filme ich die Surfer.
Nach einer Stunde gibt es Lunch aus einer Garküche am Strand. Super lecker und wie immer nicht teuer. Ein kaltes großes Bier tut auch immer gut 😉
Dann geht es weiter mit Surfen und ich mache ein wenig Urlaub auf der Liege mit Buch. Unter mir ein Hund.
Aber nicht lange, die Hitze macht mich mürbe. Also wieder ab ins Wasser…dort habe ich die Aufgabe Bela samt Board immer wieder zurück hinter die Wellen zu bringen, auch nicht weniger anstrengend, als Buch lesen.
Bela wird immer wagemutiger und schafft einen Flip auf dem Board, kommt mit hochgerissenen Armen jubelschreiend am Strand an, so dass sämtliche Strandbesucher in Applaus ausbrechen.
Zum Schluss macht er noch einen Handstand auf dem Board und alles jubelt wieder.
Nach einer weiteren Surfeinheit gehen wir duschen (auf der „Toilette“, sprich Loch im Boden mit Wänden drum, steht ein Riesenbottich mit frischem Wasser und einer kleinen Schüssel, damit wird geduscht.)
Danach machen wir noch ein bisschen Kultur. Wir fahren nach Sade Village, ein Dorf indem die Sasak wohnen, so eine Art Ureinwohner Lomboks.
Wir haben einen Guide, der sich immer wiederholt und keine andere Information (aber dafür viermal hintereinander) für uns hat, als dass es ein richtiges Dorf ist und kein Museum und, dass hier die Menschen seit 15 Generationen in Inzucht miteinander leben, weil sie keinen anderen reinlassen. Joshua sagt laut: „das macht auf Dauer blöd. Das merkt man“ 😉
Wir sind alle nicht besonders beeindruckt, weil auch hier nur Kitsch verkauft werden soll und wir deshalb von allen angesprochen werden.
Unser Guide bekommt ein kleines Trinkgeld und freut sich darüber genauso, wie wir über das Dorf.
Nun geht es weiter zum nächsten Highlight, eine Sarongfabrik, in der die Stoffe auch mit Hand gewebt werden.
Auch wieder Sasak People, die Frauen dürfen erst dann heiraten, wenn sie weben können. Also so ab 10 Jahren circa….
Eine Tischdecke zu weben dauert etwa einen Monat und kostet dann umgerechnet 70 Euro.
Das erklärt uns die Dame, die uns das Weben zeigt. Sie sagt zu den Jungs: handsome and handsome und findet, alle drei sehen aus wie ich. Levi fragt sich, wie Joshua das geschafft hat…
Auch hier ist alles selbst gemacht und hat teilweise noch das made in Bangladesh Schild an der Plastikverpackung.
Die Kinder werden von unserem Sarongfabrikguide verkleidet:

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Auch hier finden wir leider nichts, was wir unbedingt brauchen und fahren ungeshoppt weiter.
Zurück im Hotel machen wir das, was wir am liebsten tun: Chillen, schwimmen und faulenzen.
Der Ausflug war anstrengend bei der Hitze, besonders für die Surfer.
Abends gehen wir in ein nettes Restaurant unter deutscher Leitung mit einem richtig schönen Kunstladen angeschlossen. Bela hat sich für ein riesiges Samuraischwert entschieden, da ich nur auf 2800 Dollar runterhandeln konnte und ja schon gelernt habe, dass ich nicht gut handeln kann, nehmen wir es halt nicht. Bela schmollt.
Das Essen ist lecker, aber eher luxuslecker und nicht mit den kleinen Garküchen zu vergleichen. Brauchen wir im Asienurlaub nicht und planen so etwas auch nicht mehr ein.
Ein weiterer aufregender Tag geht zu Ende…Morgen wollen die Kinder wieder surfen, wir haben auch Surfwellen bei uns in der Nähe.

31.03.2016

Heute wird an unserem Hausstrand weiter gesurft. Alle drei sind großartig und haben Spaß.
Bela wartet nicht lange mit seinem ersten Handstand, das Publikum tobt 😉
Mike macht Pause.
Ich sitze am „Kiosk“ und filme ein bisschen.
Leider kann ich die Filme noch nicht hochladen, das lerne ich noch.
Wir chillen, die Kinder surfen, das machen wir den ganzen Tag. Nichts spektakuläres passiert. Außer einem Erdbeben. Und das war so:

Am Nachmittag kam ein Anruf aus der Rezeption, ob es uns gut geht nach dem Erdbeben. Ich sage: in Zimmer 211 gab es kein Erdbeben, aber danke der Nachfrage.
Wir machen weiter Urlaub und wundern uns.

Auf dem Weg zum Essen fragt uns der Portier, wie wir uns nach dem Erdbeben fühlen.Wir googeln: Erdbeben auf Lombok Stärke 4,7….ups…wir haben es nicht bemerkt…..und gehen essen 😉

01.04.2016

Heute geht es wieder früh raus. Frühstück um 7:30 Uhr, weil die beiden Großen sich ein letztes Mal zum Surfen verabredet haben.
Los gehtˋs um 9 Uhr.
Mike trainiert, Bela und ich schwimmen. Das Wasser ist wieder untypisch für Asien, wunderbar kalt und erfrischend.
Check out ist erst um 13 Uhr, das Schiff fährt um 14 Uhr.
Wir gehen zum Hafen, nachdem ich mich zweimal per mail vergewissert habe, dass unser Boot vom Hotel auf Gili T. hier im Hafen von Senggigi losfährt, der direkt neben unserem Hotel ist.
Dort angekommen fragen uns alle, mit welcher Company wir fahren. Gili Diver Hotel Boot kennen sie nicht.
Wir lassen uns nicht beirren, haben es ja schriftlich.
Um 13.40 Uhr klärt Mike mit dem Hafenmeister, dass dieses Schiff gar keine Erlaubis hat, von hier aus zu starten.
Also ruft einer der netten Hafenarbeiter im Hotel an und gibt mir die Chefin…sie ist untröstlich…es ist ihr Fehler…sie kommt gerade aus Vietnam und ist noch durcheinander. Der Hafen ist in Mentiggi und sie sagt dem Boot, es soll warten.
Also alle Mann samt Gepäck in ein Taxi und ab gehtˋs im Regen durch die Berge. Nach einigen halsbrecherischen Überholmanövern sage ich dem Fahrer, dass das Boot auf uns wartet, lebendig!!!
Er schnallt es und fährt langsamer.
Es ist immer so eine Sache, das Autofahren in Asien. Keiner kann sich gescheit anschnallen und überholt wird immer, scheißegal, ob man etwas sieht oder nicht.
Speedboat beladen und ab geht es nach Gili Trawangan.

Gili Trawangan ist die größte Insel der Gili-Inseln vor der Nordwest-Küste von Lombok, Indonesien, und hat etwa 700 Einwohner. Die lokale Sprache ist Sasak.
Die Insel ist ein beliebtes Schnorchel- und Tauchziel von Rucksacktouristen, hauptsächlich aus Europa und Australien. Es existieren ein paar Hotels und zahlreiche Homestays auf der Ostseite der Insel.
Auf Gili Trawangan gibt es keine motorbetriebenen Fahrzeuge. Das Inselumfeld ist reich an Korallen, in welchen unzählige verschiedene Fischarten vorhanden sind.
Die Einheimischen leben hauptsächlich von Tourismus und Fischfang, wobei der Fischfang – insbesondere das Dynamitfischen – die Korallenriffe teilweise zerstört hat.

Das Boot fährt uns direkt zum Hotelstrand. Wir gehen durch die Strandbar rein und checken ein. Alles hier ist extrem locker und nett. Lauter junge Taucher. Wir haben nette Zimmer, die Jungs jeder ein Einzelzimmer und Bela, Mike und ich ein Familienzimmer.
Wir buchen direkt die Tauchkurse ab morgen 9 Uhr für alle drei. Bela macht wieder mal Bubblemaker, Joshua und Levi Open Water Diver Kurs.
Wir essen eine Kleinigkeit in der Strandbar, wieder barfuß und wollen danach eine kleine Runde drehen.
Daraus wird eine komplette Inselumrundung, ohne Schuhe und zum Schluß ohne Licht, weil die Sonne zwischendurch wie ein Feuerball ins Meer gefallen ist…
Die Insel ist traumhaft schön, weiße Strände, türkises Meer und viel  Grün in der Mitte.
Es gibt coole Bars und Clubs am Strand, besonders auf der Sonnenuntergangsseite. Mit Trommlern, Reggae, Feuerjongleuren und riesigen Lagerfeuern am Strand.
Leider ist es total dreckig, überall wird Plastik angespült und anderer Dreck, keiner fühlt sich zuständig, es wegzuräumen.
Das ist wirklich schade und trübt unseren Paradieseindruck.
Ansonsten, wo keine Natur ist, ist es tatsächlich eine coole Partyinsel mit viel Jungvolk und einer Menge Taucher.
Man kann hier nur mit Fahrrad oder Kutsche fahren oder natürlich zu Fuß gehen. Autos und Motorräder gibt es hier nicht.
Es gibt drei Moscheen und eine davon, die größte ist natürlich direkt neben unserem Hotel.
Aber zum Glück geht es hier, anders als in Lombok erst um 5 Uhr los und nicht schon  4:30 Uhr….

Wir sind alle platt von einer Runde in der Hitze ohne Schuhe. Nie war duschen schöner.
Bela schläft beim Abendessen ein und muss nach Hause getragen werden.

02.04.2016

Wir stehen früh auf, denn die Tauchkurse starten um 9 Uhr.
Wir haben kein Frühstück hier im Hotel, deshalb gehen wir an den Strand und essen Nudeln und Banana-Pancakes.

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Der ganze Tag ist irgendwie mit der Organisation der Tauchkurse  ausgefüllt. Die Jungs um 9 Uhr:

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Bela um 11:30 Uhr, dann gehen alle um 14 Uhr mit den Booten aufs Meer für die Tauchgänge.
Mike und ich fahren mit Bela und schnorcheln ein bißchen. Die Stimmung ist gut, alle sind gut drauf.
Bela hat zwei Tauchlehrer: Ryan aus England und Katalina aus Österreich, sie will zusätzlich ein bißchen übersetzen.
Die Tauchlehrer von den Großen heißen Alex (er sieht ein wenig aus wie Catweezle und fiept beim Sprechen wie ein Vögelchen) aus England und Anika aus Hamburg, sie ist hier neu und soll lernen (obwohl sie schon Divemaster ist) und auch ein bißchen übersetzen, was aber nicht nötig ist. Das Englisch der Kinder „is amazing“ sagt Catweezle.
Bela hat zusätzlich einen Filmer dabei, der alles festhält, inkl den Beginn mit den Übungen im Pool.
Wir treffen uns alle wieder im Hotel, die Großen haben viel zu tun, sie müssen für die Prüfung auf englisch lernen.
Wir chillen, trinken Bier, gehen zur Fußmassage und anschließend extrem günstig auf dem Nachtmarkt essen.
Stände rundherum, jeder holt sich, was er möchte und setzt sich an einen der vielen Tische.
Anschließend bummeln wir noch ein bißchen, denn es gibt mehr als nur die eine Strasse am Strand entlang.

03.04.2016

Frühstück und Tauchkurse wie gehabt.
Bela und ich mieten uns Fahrräder und radeln ein bißchen, bis sein Kurs beginnt.
Er macht einen zweiten Bubblemaker zunächst im Pool mit Unterwasserfussball.
Die Jungs haben auch Pooltraining, Joshua hat danach Probleme mit dem Ohr, so dass er mit Mike in die „Klinik“ geht. Er hat beginnende Mittelohrentzündung und muss aussetzen.
Schade….
Also machen wir zwei eine Fahrradtour, während alle anderen auf dem Meer sind.
Querfeldein und dann eine Inselrunde. Wir entdecken wieder einige sehr schöne und weniger schöne Inselecken, durch die Müllhalde müssen wir leider mittendurch. Durch den Mund atmen hilft enorm;)
Levi war begeistert von seinem Tauchgang:

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Und Bela ebenso:

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Nach den Kursen versammeln wir uns im Hoteleingang, um Belas Film zu sehen. Sehr geil, alle applaudieren begeistert. Sie haben nicht sehr viele Kinder in diesem Alter, die tauchen lernen. Außerdem war er wohl ziemlich gut in allem und konnte die Aufgaben schnell erfüllen.

Am Abend chillen die Kinder ein wenig und Mike und ich machen eine Radtour (meine dritte heute)und landen in einer coolen Strandbar zum Cocktail und Sonnenuntergang.

 

04.04.2016

Levi und ich stehen heute sehr früh auf, er hat um 8:20 Uhr schon Besprechung, weil sein Tauchgang schon um 9 Uhr beginnt. Bela beginnt auch sehr früh, sein letzter Tauchtag, der Tauchlehrer muss nach Bali. Mike und ich fahren wieder mit und schnorcheln. Joshua macht Pause und erholt sich. Levi bekommt auch einen eigenen Tauchfilm und ist sehr stolz. Der Tag vergeht ganz gechillt, wir gehen aus: Fussmassage und Essen am Strand, die Kinder bleiben im Hotel.

05.04.2016

Levi hat den Open Water Diver bestanden und sich spontan für den Advanced Kurs entschieden und beginnt heute Abend mit einem Night Dive.
Aber von vorne:
Wir frühstücken früh und haben dann ein Boot für uns gemietet, um zu schnorcheln und die anderen beiden Gili Inseln (Meno und Air) zu sehen.
Wir fahren mit einem Glasbodenboot, was sich hier echt lohnt.
Wir schnorcheln zuerst am Halik Riff, wo alle Kinder schon tauchen und wir schon mal schnorcheln waren.
Sehr schön dort.
Weiter geht es nach Turtle Heaven:

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Es ist so wunderschön dort, dass es einem die Sprache verschlägt. Wir sehen so viel:

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Wir machen einen Stopp auf Gili Meno, was uns sehr gut gefällt. Es ist kleiner und ruhiger, als Gili T.

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Wir sehen, wie in einer Schildkrötenauffangstation kleine Babyschildkröten mit der Zahnbürste geschruppt werden. Sie sind zwei Monate alt und werden mit 8 Monaten ins Meer gebracht.

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 Wir genießen eine Ananas und beschließen, in Thailand sind sie besser!

Weiter geht es mit unserem Boot Richtung Gili Air. Davon sind unsere Guides total begeistert und wollen uns unbedingt dorthin bringen. Wir landen an einem belebten Strandabschnitt, so dass wir Probleme haben mit dem Aussteigen, wegen der zahlreichen Taue der anderen Boote. Wir gucken uns kurz um, es ist dreckig, laut und voll. In der Bar ist remmidemmi und wir wollen sofort wieder weg, was bei unseren Guides auf Unverständnis stößt.

Wir schippern weiter Richtung schwarze Wolken, die Wellen werden höher und der Himmel dunkler…Wir entscheiden uns zurück nach Gili Meno zu fahren, das war sehr schön. Wir landen an einem einsamen Strandabschnitt, die Kinder schnorcheln und wir trinken Bier in der schönsten Bar, in der ich jemals gewesen bin. Irgendwer spielt Gitarre, das Bier ist kalt und die Stimmung super.

Gegenüber sehen wir unser Hotel auf Gili T.

Abends gehen Mike und ich alleine aus, die Kinder müssen chillen am Strand.
6.4.2016
Der letzte Tag auf diesem Eiland startet wie immer mit Pancakes und MiGoreng am Strand. Levi und ich fahren Rad, die anderen machen was anderes. Wir umrunden die Insel, landen wieder aus Versehen inmitten der Müllkippe und landen in einer Hippibude am Strand und trinken selbstgemachte Smoothies. Wir hören nochmal das Klappern der Pferdehufe und haben es tatsächlich nicht einmal geschafft, mit einer dieser kleinen Kutschen zu fahren.  Irgendwie plätschert der tag so durch, wir haben noch eine Fussmassage, Fisch und ein paar Bier und fallen in die Betten.
7.4.2016

Heute ist die Überfahrt nach Bali geplant.  Wir gehen mit Sack und Pack zum „Hafen“, das ist ein bestimmter Abschnitt am Strand, wo die Fähre anhält und wir erst durchs Wasser und dann barfuß eine stinknormale Sprossenleiter hochklettern müssen. Das ist noch einmal Fussmassage pur. Die Fahrt dauert so lang wie sie dauert, es ist ein bisschen langweilig. Am Hafen steht ein netter Herr mit Schild „Familie Kind“ und bringt uns in unser Hotel für die letzten zwei Nächte auf Bali. Am Jimbaran Beach. Der Empfang ist pompös, genau wie die Erkenntnis, dass ich die GoPro im Auto habe liegen lassen…Wir beziehen die Zimmer und sind so zufrieden, dass wir gleich  wieder  umziehen. Kann passieren. Das zweite Zimmer ist sehr schön und wir erholen uns von der Umstellung Gili – Bali. Wir schwimmen im Pool und schlürfen Shakes in der Poolbar. Der Strand ist wunderschön, wir flötzen uns auf die Liegen und überall hört man  die Glöckchenspieler, die schöne Musik machen.  Der Fahrer kommt mit der GoPro und alles ist wieder gut.  Wir gehen in den Ort, der keiner ist, zum Abendessen. Danach noch eine Poolrunde im beleuchteten Wasser. Wir verabreden einen Tauchgang für den nächsten Tag, weil der Handtuchmann uns das empfiehlt. Schönster Tauchplatz überhaupt, für die Kinder ganz toll.
8.4.2016

Nach einem tollen Frühstück werden wir zum Tauchen abgeholt. Nach einer Stunde Fahrt durch das quirlige Bali sind wir da. Wir steigen ins Boot und fahren raus. An einer Steinschüttung vorbei und ankern dort, wo ich niemals ein tauchgebiet vermutet hätte. Alle machen sich bereit, alle sind verwirrt. In geringer Entfernung brechen die Wellen auf den Steinen, es ist trüb und ….naja…abwarten. Alle ab ins Wasser, ich sage vorher noch zu Bela, er soll bitte niemals die Hand vom Tauchlehrer loslassen. Mike und ich schnorcheln oben drüber und sehen bald keines der Kinder mehr. Mit Brötchen sollen wir Fische anlocken, die kommen aus dem nichts, fressen alles aus der Hand und verschwinden im nichts, ebenso wie unsere Taucherchen. Kein schönes Erlebnis. Die Kinder tauchen endlich wieder auf und sind megaenttäuscht. Sichtweite von nicht mal einem Meter. Erleichtert treten wir den Rückzug an. Levi und Joshua fahren zum Hotel, Mike, Bela und ich besuchen noch eine Shoppingmall, da wir noch Souvernirs und Mitbringsel brauchen.  Danach treffen wir uns alle am Strand wieder und der Handtuchmann kriegt ne Packung von mir. Abends gehen wir nach nebenan, einen Strandabschnitt weiter, wo wir mit den Füßen im Sand ein leckeres Abendessen genießen. Die Flut kommt langsam immer näher an unseren Tisch, wir sind fertig, der Laden schließt. Abgeräumt wird dort wie folgt: Die Bedienungen gehen an die Tische, räumen das Geschirr in Kisten und schütteln dann die Tischdecken einfach auf dem Sand aus. D.h. Plastikflaschen, Servietten und anderer Tischmüll landet im Sand. Wir waren alle total erschrocken, vor allem, weil wir gesehen haben, wie es auf den kleineren Inseln und auch auf Lombok an den Stränden aussieht und was dort für ein Müll angespült wird. Ich wage einen Versuch in Sachen Klimapolitik und frage, wer den Müll beseitigt. Sie sagen, morgen fürh kommt die Frühschicht und macht den Strand für das Frühstück sauber. Ich sage, die Flut ist schneller und spült alles ins Meer und dass man den Müll doch besser gleich in den Mülleimer bringt. Ein großes Vakuum macht sich zwischen den Ohren der Kellnerinnen breit…Wir sind fassungslos. War nicht mal ein Klimagipfel in Bali? Den Menschen fehlt es einfach am Basiswissen, die wissen garnicht, was sie mit dem Meer anstellen. Ich diskutiere mich freundlich und geduldig in Rage, bis die Kinder mich bitten aufzuhören, weil das hier eh keiner rafft. Ich denke, sie haben recht. Schade.

9.4.2016

Heute ist Heimflugtag

Alles klappt reibungslos. Keine besonderen Vorkomnisse